Elon Musk ist Faust. Als solcher heißt er „FaustX“, den Namen gibt ihm Brett Bailey. Bailey ist ein zorniger Theatermacher aus Südafrika, der auch schon mal den Kolonialismus anprangerte, indem er einen Menschenzoo inszenierte und den Zuschauer mit dem eigenen Erleben exotischen Voyeurismus' kitzelte. Wut auf alles, was Kolonialismus anrichtete, ist bei Bailey immer zu spüren. Sein „FaustX“ beruht deshalb auch nicht auf dem zaudernden Habe-nun-ach-Faust des ersten Teils, sondern auf dem Weltenerfinder und Weltenzerstörer, wie ihn Goethe in „Faust II“ schuf. Es ist die Eröffnung des Kunstfests Weimar – „Faust“ ist diesmal das Jahresthema der Stiftung Klassik Weimar und geht hier eigentlich immer. Aber so?