PfadnavigationHomePolitikDeutschlandMilliarden-ZuschussRegierung will Bürger bei Stromkosten entlasten – Grünen-Politiker beklagt regionale UnterschiedeVeröffentlicht am 22.08.2025Lesedauer: 2 MinutenQuelle: Silas Stein/dpa2026 stellt das Bundeswirtschaftsministerium 6,5 Milliarden Euro für die Übertragungsnetzbetreiber bereit. Ziel ist es, die Stromkunden finanziell zu entlasten. Ein Grünen-Politiker beklagt, die Senkung der Stromsteuer wäre „sozial deutlich gerechter“.Die Bundesregierung will Verbraucher durch eine Senkung der Netzentgelte beim Strompreis entlasten. Dafür soll im Jahr 2026 ein Zuschuss in Höhe von 6,5 Milliarden Euro an die Netzbetreiber gezahlt werden und die Netzentgelte in entsprechendem Umfang sinken, wie aus einem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums hervorging. Die Vorlage wurde am Donnerstag in die Ressortabstimmung gegeben.Schleswig-Holsteins Umweltstaatssekretär Joschka Knuth rechnet allerdings mit einer regional unterschiedlich hohen Entlastung der Stromkunden durch die Pläne der Bundesregierung. „Tendenziell wird der Norden weniger entlastet als der Süden, der Osten weniger als der Westen und die ländlichen Regionen weniger als die Städte“, sagte der Grünen-Politiker. „Insofern wird auch Schleswig-Holstein unterdurchschnittlich entlastet werden.“Das Bundeswirtschaftsministerium müsse aufklären, wie sich die Entlastung in den verschiedenen Netzgebieten auswirken werde, sagte Knuth. „Eine Senkung der Stromsteuer für alle, wie im Koalitionsvertrag des Bundes vereinbart, wäre die sozial deutlich gerechtere, gleichmäßigere und dauerhaftere Form der Entlastung. Die 6,5 Milliarden Euro wären hier besser investiert gewesen und hätten eine Entlastung von rund 2 Cent für alle gebracht.“Lesen Sie auchDie Netzentgelte werden für Nutzung und Instandhaltung der Stromleitungen sowie Bereitstellung und Ablesung der Zähler erhoben und sind regional unterschiedlich hoch. Sie werden von den Netzbetreibern festgelegt.„Über einen Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten soll im Kalenderjahr 2026 die Kostenbelastung der Stromkunden aus den Netzentgelten gedämpft und dadurch ein Beitrag zur Entlastung der Strombezugskosten insgesamt geleistet werden“, erklärte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums. Dieser Zuschuss wird an „Übertragungsnetzbetreiber mit Regelzonenverantwortung“ gezahlt und beträgt insgesamt 6,5 Milliarden Euro für das Jahr 2026. Die Mittel sollen dem Gesetzentwurf zufolge aus dem Klima- und Transformationsfonds kommen.„Die strukturell hohen Strompreise sind nach wie vor eine große Herausforderung für unsere Wirtschaft und belasten die Verbraucher“, führte der Sprecher aus. Das Ministerium arbeite „mit Hochdruck daran, die Deckelung der Netzentgelte rasch umzusetzen“.AFP/DPA/ly/dol