PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBundeshaushalt 202730-Milliarden-Lücke – Klingbeil schreibt „Spar-Brief“ an KabinettskollegenVeröffentlicht am 22.08.2025Lars Klingbeil (SPD), Bundesminister der Finanzen, Vizekanzler und SPD-BundesvorsitzenderQuelle: Kay Nietfeld/dpaNoch immer sind die Haushalte für dieses und nächstes Jahr nicht beschlossen. Doch vor allem der Etat für 2027 beschäftigt den Finanzminister. Klingbeil zieht die Beratungen deshalb vor.Finanzminister Lars Klingbeil will schon im September mit der Aufstellung des schwierigen Bundeshaushalts für 2027 beginnen. In einem Brief, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, fordert er von seinen Kabinettskollegen eine „gemeinsame Kraftanstrengung“. Dabei schließt der Vizekanzler nicht aus, dass zum Stopfen der gewaltigen Finanzierungslücke auch Gesetze geändert und bisherige Ansprüche gestrichen werden müssen.Dem Schreiben zufolge klafft in den Etatplänen für 2027 eine Lücke von mehr als 30 Milliarden Euro. „Ich erwarte von allen Ressorts substanzielle Vorschläge zur Konsolidierung des Bundeshaushalts in ihren jeweiligen Einzelplänen“, betont der SPD-Chef. Das gelte auch für „nicht disponible Mittel, deren Nutzung einen zusätzlichen möglichen gesetzgeberischen Handlungsbedarf auslösen“.Lesen Sie auchDas erhoffte Wirtschaftswachstum und bisher vereinbarte Einsparungen bei Verwaltung und Förderprogrammen reichten nicht aus, macht Klingbeil in dem Schreiben klar. „Angesichts der großen Herausforderungen müssen auch unsere Antworten größer ausfallen.“ Jetzt müssten Prioritäten gesetzt werden, nicht alles Wünschenswerte könne auch finanziert werden.Die Staatssekretäre der einzelnen Ministerien sollen sich bereits in der ersten Septemberhälfte treffen, um die weiteren Schritte zu besprechen. Das ist vergleichsweise früh: Normalerweise würde die Arbeit am Etat 2027 so richtig erst im Frühjahr 2026 beginnen.dpa/ly
Bundeshaushalt: Finanzminister Klingbeil schreibt „Spar-Brief“ an Kabinettskollegen - WELT
Noch immer sind die Haushalte für dieses und nächstes Jahr nicht beschlossen. Doch vor allem der Etat für 2027 beschäftigt den Finanzminister. Klingbeil zieht die Beratungen deshalb vor.







