Frank-Walter Steinmeier ist ein Bundespräsident, dem die Mitwelt keine Kränze flicht. Er gilt als einer, der das höchste Amt im Staat gut verwaltet, aber nicht prägend gestaltet; er gilt als einer, der sich zu wenig traut; als einer, der lieber im Strom schwimmt als dagegen. Er gilt nicht als mitreißender Redner, er gilt manchen gar als langweilig. Aber das ist falsch. Er gehört zu den Präsidenten, die tiefgründige, geschichtsmächtige Reden gehalten haben. Man darf den zwölften Bundespräsidenten da neben Gustav Heinemann, den dritten, und neben Richard von Weizsäcker, den sechsten Präsidenten, stellen. Aber: Steinmeier hat nicht deren Charisma; das liegt daran, dass ihm eine Eigenschaft fehlt, die dafür wichtig ist: Ihm fehlt der Mut, anstößig zu sein. Er hat nun noch eineinhalb Jahre Zeit dafür.
AfD-Verbot: Steinmeier muss endlich Anwalt der wehrhaften Demokratie sein
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sollte den Mut haben und für ein Verbot der AfD plädieren






