In Portugal haben die großen Brände, die die Iberische Halbinsel heimsuchen, ein drittes Todesopfer gefordert. Ein Mann kam bei der Bekämpfung des Feuers in Mirandela in der Provinz Bragança ums Leben. Die beiden größten noch aktiven Brände dauern in Arganil (Coimbra) und Sabugal (Guarda) an.Bei Chaves immerhin konnten die Flammen inzwischen ­gestoppt werden. Am Donnerstag trafen zwei Canadair-Löschflugzeuge aus Griechenland ein. Auch Frankreich und Schweden haben Spezialflugzeuge fürden Kampf gegen die Feuer entsandt. In Portugal verbrannten bereits mehr als 200.000 Hektar Land – mehr als im gesamten Vorjahr.Auch in Spanien erleichtert das kühlere Wetter die Löscharbeiten bei den insgesamt immer noch mehr als 20 Bränden. Das Feuer in Jarilla in der Provinz Cáceres ist fast eingedämmt. Mindestens 16.000 Hektar wurden von den Flammen zerstört. Dort sind auch deutsche Feuerwehrleute im Einsatz. In Galicien wüten sechs Brände weiter, die mehr als 80.000 Hektar verwüstet haben. Der Zugverkehr auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Galicien wurde nach mehrtägiger Unterbrechung wiederaufgenommen.Auch in Kastilien-León machen die Feuerwehrleute Fortschritte. In Fasgar mussten jedoch wegen eines vermutlich vorsätzlich gelegten Brandes zwei Ortschaften geräumt werden. In dieser Region gibt es immer noch fast 2000 Evakuierte aus mehr als 30 Orten. Seit Anfang Juni wurden in Spanien 37 Personen festgenommen, die verdächtigt werden, Waldbrände gelegt zu haben.