PfadnavigationHomeRegionalesHamburgNeuausrichtungHamburger Bank stellt mehrere Geschäftsbereiche ein und streicht 190 JobsVeröffentlicht am 21.08.2025Lesedauer: 2 MinutenDas Logo der Hamburg Commercial Bank ist an der Filiale der Bank am Gerhart-Hauptmann-Platz zu sehenQuelle: picture alliance/dpa/Daniel ReinhardtDie Hamburg Commercial Bank zieht sich aus mehreren Geschäftsfeldern zurück und streicht rund ein Fünftel aller Stellen. Grund ist eine strategische Neuausrichtung nach sinkenden Gewinnen. Künftig setzt die Bank stärker auf digitale Angebote für Privatkunden.Die Hamburg Commercial Bank (HCOB) hat bestätigt, dass sie sich aus mehreren Geschäftsbereichen zurückziehen und dabei rund ein Fünftel aller Stellen im Unternehmen streichen will. So sollen Teile des Geschäfts der strukturierten Finanzierung sowie die internationale Immobilien- und die Flugzeugfinanzierung aufgegeben werden, wie es in einer Mitteilung am Donnerstag hieß. Zugleich fallen 190 Vollzeitstellen weg.Die Maßnahmen erfolgen, nachdem sich bei der Bank im vergangenen Jahr der Vorsteuergewinn nahezu halbiert hatte. Für das erste Halbjahr 2025 meldete die HCOB am Donnerstag einen leichten Anstieg des Vorsteuergewinns auf 139 Millionen Euro, trotz einmaliger negativer Effekte im Zuge der überarbeiteten Strategie.Lesen Sie auchFür das Gesamtjahr rechnet die Bank jetzt aber nur noch mit einem Gewinn vor Steuern von rund 250 Millionen Euro, nachdem sie zuvor von über 300 Millionen Euro ausgegangen war. Neben den bereits zum Halbjahr realisierten Kosten durch den Personalabbau werde sich im zweiten Halbjahr das „bewusst verringerte Bilanzvolumen in der Ertragsbasis bemerkbar machen“, hieß es.Eigentümer der HCOB sind im Wesentlichen internationale Investoren, angeführt von Cerberus Capital Management mit einem Anteil von zuletzt 39,6 Prozent sowie J.C. Flowers mit 32,8 Prozent. Weitere Anteile liegen bei aktiven und nicht aktiven Managern der HCOB.Lesen Sie auchDas Vorgängerinstitut der HCOB, die HSH Nordbank, war nach der Finanzkrise vom Staat gerettet worden, weil es sich mit Schiffskrediten verspekuliert hatte. Im Jahr 2018 wurde es dann als erste Landesbank in Deutschland privatisiert und an das Konsortium um Cerberus verkauft.Im Zuge der Strategieanpassung arbeitet die Bank auch an der Passivseite ihrer Bilanz und entwickelt eine digitale Plattform, über die ab 2026 Direktanlagen für Privatkunden angeboten werden sollen.bloomberg/juve
Neuausrichtung: Hamburger Bank stellt mehrere Geschäftsbereiche ein und streicht 190 Jobs - WELT
Die Hamburg Commercial Bank zieht sich aus mehreren Geschäftsfeldern zurück und streicht rund ein Fünftel aller Stellen. Grund ist eine strategische Neuausrichtung nach sinkenden Gewinnen. Künftig setzt die Bank stärker auf digitale Angebote für Privatkunden.







