PfadnavigationHomePolitikAnkünfte halbiertKommunen sehen Entlastung durch sinkende AsylzahlenVeröffentlicht am 21.08.2025Zwei Bewohner einer Aufnahmeeinrichtung in BayernQuelle: picture alliance/dpa/Daniel LöbDie Zahl der Asylanträge in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2025 um fast die Hälfte gesunken, was die Kommunen deutlich entlastet. Viele Notunterkünfte können zwar abgebaut werden, doch die Situation bleibt angespannt.Die sinkende Zahl neu ankommender Schutzsuchender entlastet die Kommunen in Deutschland. Es helfe, dass die Zahl der Asylanträge in den vergangenen Monaten zurückgegangen sei, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Christian Schuchardt, der „Augsburger Allgemeinen“ (Donnerstag). In manchen Städten habe es noch Notunterkünfte in Zelten gegeben, weil ansonsten Plätze zur Unterbringung gefehlt hätten. „Solche Notunterkünfte können jetzt teilweise abgebaut werden“, sagte Schuchardt.Ähnlich äußerte sich der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, André Berghegger. „Der Rückgang der Asylantragszahlen, der nun seit einigen Monaten zu verzeichnen ist, bringt eine Atempause für die Kommunen“, sagte er der Zeitung. Man beobachte eine Entspannung bei der Aufnahme und Unterbringung von neu ankommenden Geflüchteten.Lesen Sie auchDie Zahl der Asylanträge in Deutschland ist in den ersten sechs Monaten des Jahres nahezu um die Hälfte zurückgegangen. Von Januar bis Juni 2025 wurden laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 61.336 Asyl-Erstanträge gestellt. Dies seien 49,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum mit 121.416 Erstanträgen.Trotz des Rückgangs bleibt die Situation laut Städtetags-Hauptgeschäftsführer Schuchardt angespannt. So müssten sich die Städte weiter um die Menschen kümmern, die bereits angekommen seien. Dafür brauche es mehr finanzielle Unterstützung, forderte Schuchardt. Zugleich müsse die „Rückführung von ausreisepflichtigen Asylbewerbern ohne Bleibeperspektive“ besser und schneller funktionieren.epd/pfi