PfadnavigationHomePolitikAuslandReaktion auf Pisa-StudieDänemark kämpft gegen „Lesekrise“ - Regierung will Mehrwertsteuer auf Bücher abschaffenVeröffentlicht am 20.08.2025Ein Viertel der dänischen Jugendlichen scheitert bereits an einfachen TextenQuelle: picture alliance/DC_2/Shotshop/DC 2Die jüngste Pisa-Studie hat die Defizite gnadenlos offengelegt. Dänische Jugendliche scheitern oftmals daran, bereits einfache Texte zu verstehen. Nun kämpft die Regierung gegen die „Lesekrise“ an – mit der Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Bücher.Um wieder mehr Menschen zum Lesen zu bringen, will Dänemark die Mehrwertsteuer auf Bücher abschaffen. Dies kündigte am Mittwoch Kulturminister Jakob Engel-Schmidt an, der das Land in einer „Lesekrise“ sieht. Dänemark hat mit 25 Prozent die europaweit höchste Mehrwertsteuer auf Bücher.„Wir müssen alles tun, um diese Lesekrise zu beheben, die sich in den letzten Jahren leider verschlimmert hat”, sagte Engel-Schmidt der Nachrichtenagentur Ritzau. Der Haushaltsentwurf der Regierung werde die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Bücher vorsehen. Dies werde den Staat jährlich schätzungsweise 330 Millionen Kronen (rund 44 Millionen Euro) kosten.Lesen Sie auchDie jüngste Pisa-Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hatte in Dänemark Alarm ausgelöst: 24 Prozent der 15-Jährigen in dem skandinavischen Land können einfache Texte nicht verstehen - ein Anstieg um vier Prozentpunkte innerhalb von zehn Jahren.Auch die dänischen Buchverlage machten massiv Druck für eine Steuersenkung: Die Regierung müsse „allen Dänen - Kindern und Erwachsenen - den Zugang zu gedruckten Büchern garantieren”, forderten sie in einer im Mai an die Regierung gerichteten Petition.AFP/dol