In der vierten und letzten der Mosse Lectures, die das Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin im Sommersemester dem Zionismus widmete, waren Antisemitismusdefinitionen das Thema. Den auch in Deutschland heftig umstrittenen Gegenstand fasste der amerikanische Redner, der 1958 geborene, in New York aufgewachsene Rabbiner Shaul Magid, der zum 1. Juli eine Professur für moderne jüdische Studien an der Theologischen Fakultät der Harvard-Universität übernommen hat, aus innerjüdischer Perspektive ins Auge. Er sprach aus Erfahrung – aus der Erfahrung heraus, dass in der Familie oder im jüdischen Freundes- und Kollegenkreis immer häufiger das Gespräch abgebrochen werde, wenn man über Antisemitismus rede.
Warum Juden so heftig über Antisemitismus streiten: Mosse Lecture von Shaul Magid
Warum streiten Juden so heftig über den Antisemitismus? Dieser Frage widmete der Rabbiner Shaul Magid aus Harvard seine Mosse-Vorlesung. Er provozierte den Widerspruch einer jüdischen Zuhörerin.






