Am Flughafen von Vancouver ist am Dienstagmorgen die Hölle los, und es hat diesmal nichts mit Thomas Müller zu tun. Ein Polizist am Terminal versichert, dass selbst die Ankunft des berühmten Fußballers aus Deutschland kürzlich kein derartiges Chaos verursacht habe – aber, und er wischt sich erst mal den Schweiß von der Stirn, bevor er sagt: „Lieber dieses Chaos als Leute verhaften müssen.“ Das wäre wohl tatsächlich passiert, hätte sich die Fluglinie Air Canada nicht in der Nacht davor mit ihren Flugbegleitern geeinigt. Die nämlich hatten gestreikt und sich seit Sonntagmorgen gar einer Anordnung der kanadischen Bundesregierung widersetzt, die Arbeit auch ohne Einigung aufzunehmen. „Wenn das bedeutet, dass wir festgenommen werden, dann ist es eben so“, hatte Gewerkschaftspräsident Mark Hancock am Montagabend gesagt; die Bereitschaft der 10 000 Mitglieder kenne „keine Grenzen“. Die Botschaft: Wir lassen uns nicht einschüchtern.
Streik bei Air Canada: Wenn die Freundlichen wütend sind
Drei Tage lang streikte das Kabinenpersonal. Nun gibt es eine Einigung, die große Folgen haben könnte – weit über die Airline hinaus.






