Uffenheim hat eines, Obernburg am Main auch und Stadtsteinach ebenso. Gleiches gilt für Vilsbiburg, Mallersdorf-Pfaffenberg und Ebern. UFF, OBB und SAN, VIB, MAL und EBN, so ist es dort jeweils auf den Autokennzeichen zu lesen. Aber in Herzogenaurach zum Beispiel? Muss man sich zwischen ERH oder HÖS entscheiden, den üblichen Kürzeln im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Dass Herzogenaurach ungefähr viermal so viele Einwohner wie Uffenheim plus drei börsennotierte Weltkonzerne zählt, ist dabei nicht von Belang.

Geht es nach Herzogenaurach, darf sich das gerne ändern. Mit den Leidensgenossen aus Geretsried, Haar, Karlsfeld, Königsbrunn, Neufahrn bei Freising, Waldkraiburg, Vaterstetten und Zirndorf schickte man deshalb dieser Tage einen Brief ans bayerische Verkehrsministerium. Alle neun eint, dass sie mehr als 20 000 Einwohner und trotzdem kein eigenes Verkehrskennzeichen haben. Stattdessen müssen sich die Zirndorfer als Fürther ausgeben, die Königsbrunner als Augsburger, die Waldkraiburger als Mühldorfer, die Vaterstettener als Ebersberger und so weiter. Dabei könnten kommunale Kennzeichen „ein wirkungsvolles Mittel sein, um unsere Orte sichtbar zu machen und das Zugehörigkeitsgefühl unserer Bürgerinnen und Bürger zu fördern“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur aus dem Brief der Bürgermeister.