Der Schlussmoment blieb Lennart Unterfeld vorbehalten: Ihm glückte das letzte Tor, das letzte Hurra des Endspiels, und somit auch die letzte Aktion der World Games 2025 für das Team Deutschland. Die Entscheidungen im Kanupolo im Jianyang Sports Centre hielten am Samstag einen Doppelerfolg bereit. Die deutschen Frauen katapultierten in ihrem Finale Neuseeland mit 4:0 aus dem Becken, ehe die Männer nachzogen und sich gegen Italien mit 3:1 die Goldmedaille sicherten. Für viele Athleten ist ein Sieg bei den World Games der Höhepunkt ihrer Karriere.

Das deutsche Team verabschiedete sich aus Chengdu mit einer beeindruckenden Bilanz: 17-mal Gold, 14-mal Silber und 14-mal Bronze bedeuten Platz zwei im Medaillenspiegel hinter Gastgeber China (36-mal Gold). Das ist aus deutscher Sicht erstaunlich: Denn während in den olympischen Sportarten die Medaillenausbeute seit Jahren rückläufig ist und die Diskussion um mangelnde internationale Konkurrenzfähigkeit nach dem Abschneiden in Paris 2024 lauter wurde, zeigt sich bei den World Games – den Weltspielen für nichtolympische Sportarten – der entgegengesetzte Trend: Bei den Endplatzierungen der vergangenen drei Ausgaben landete Deutschland auf Platz zwei, eins und zwei. Mit anderen Worten: Im nichtolympischen Sport gehört Deutschland zur Weltspitze.