Sie habe schon geahnt, dass es vielleicht komplizierter werde als gedacht, erzählt Daniela L. Schließlich kenne sie das noch aus der Studienzeit mit Bafög-Anträgen, da habe es auch immer irgendwo gehakt. Sie informiert sich also früh, als sie eine Wärmepumpe für das Eigenheim anschaffen will, und geht auf die Suche nach einer Bank, die ihr die neue Heizung finanzieren kann. Denn für den Heizungstausch bietet die staatliche Förderbank KfW ein Programm für günstige Kredite, die über Banken oder Sparkassen ausgezahlt werden. Zunächst sucht L. erfolglos über einen Kreditvermittler eine Bank, den die KfW listet, dann meldet sie sich bei einzelnen Instituten direkt. „Ich habe wirklich fünf, sechs Banken abtelefoniert und keine hätte ihn uns ausgezahlt“, sagt L. am Telefon. Sie habe dann festgestellt: Sie ist kein Einzelfall. Auf der Plattform Reddit, aber auch in anderen Foren melden sich immer wieder Menschen mit dem gleichen Problem und suchen Rat. Es stellt sich heraus: Der KfW-Kredit bleibt für manche Immobilienbesitzer reine Theorie. Und damit auch eine Wärmepumpe, die immerhin 30 000 bis 40 000 Euro kosten kann.