PfadnavigationHomeRegionalesHamburgStatistikMehr als 40 Prozent der Hamburger haben einen MigrationshintergrundVeröffentlicht am 18.08.2025Lesedauer: 2 MinutenIn Hamburg haben 41 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund (Symbolbild)Quelle: picture alliance/photothek/Thomas TrutschelDer Anteil der Hamburger Bevölkerung mit Migrationshintergrund wächst langsam, aber stetig. Aktuell liegt er bei 41,2 Prozent. Besonders oft haben Minderjährige eine Migrationsgeschichte. Die häufigsten Herkunftsländer sind Türkei, Polen und Afghanistan.Mehr als vier von zehn Hamburgern haben einen Migrationshintergrund. Ende Dezember 2024 lag ihr Anteil bei 41,2 Prozent. Das geht aus einer Auswertung des Melderegisters hervor, die das Statistikamt Nord am Montag veröffentlicht hat. Im Vergleich zum Jahr 2019 ist der Anteil um fünf Prozentpunkte gestiegen – damals lag er bei 36,1 Prozent.Besonders stark vertreten ist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in bestimmten Stadtteilen. In Billbrook liegt der Anteil bei 89,1 Prozent, gefolgt von der Veddel mit 76,5 Prozent und Billwerder mit 71,1 Prozent. Deutlich niedriger ist der Anteil in Spadenland (9,9 Prozent), Reitbrook (12,8 Prozent) und Tatenberg (13,8 Prozent).Auch zwischen den Bezirken gibt es deutliche Unterschiede. Die höchsten Anteile an Einwohnern mit Migrationshintergrund verzeichnen Hamburg-Mitte mit 55,6 Prozent, Harburg mit 53,9 Prozent und Bergedorf mit 43,2 Prozent. Am niedrigsten ist der Anteil in Eimsbüttel (33,7 Prozent) und Altona (36,9 Prozent).Lesen Sie auchDie Türkei, Polen und Afghanistan sind die drei Länder, in denen die meisten Hamburger mit Migrationshintergrund ihre familiären Wurzeln haben. Ferner stammen viele Menschen mit Migrationshintergrund aus Rumänien, Italien, Bulgarien, der Ukraine, dem Iran und Syrien.Die Entwicklung über die Jahre zeigt einen kontinuierlichen Anstieg. Seit 2016 ist der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Hamburg stetig gewachsen – von damals 34,1 Prozent auf 41,2 Prozent im Jahr 2024. Besonders dynamisch verlief diese Entwicklung in Stadtteilen wie Jenfeld, Steilshoop, Billstedt und Neuallermöhe, wo die Anteile deutlich über dem städtischen Durchschnitt liegen.Migration prägt in Hamburg vor allem die junge Generation. Mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in der Hansestadt – konkret 57,7 Prozent der unter 18-Jährigen – haben einen Migrationshintergrund. Das ist ein deutlich höherer Anteil als in der Gesamtbevölkerung und verweist auf die langfristige demografische Bedeutung von Migration für die Stadt.Lesen Sie auchZur Bevölkerung mit Migrationshintergrund gehören nicht nur ausländische Staatsangehörige, sondern auch alle Menschen, die ab dem Jahr 1950 aus dem Ausland nach Deutschland zugewandert sind – unabhängig davon, ob sie inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Auch in Deutschland geborene und eingebürgerte frühere Ausländer zählen dazu. Ebenso umfasst die Definition Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit deutscher Staatsangehörigkeit, wenn mindestens ein Elternteil eine eigene Migrationserfahrung hat. Seit dem Jahr 2000 gehören außerdem auch deutsche Kinder ausländischer Eltern zur Gruppe, sofern sie die Voraussetzungen des sogenannten Optionsmodells erfüllen. Nicht zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund zählen hingegen Vertriebene und Flüchtlinge infolge des Zweiten Weltkriegs.juve