Vor gut 15 Jahren machte der Jesuitenpater Klaus Mertes öffentlich, dass zwei Lehrer des Canisius-Kollegs in den 70er- und 80er-Jahren Schüler missbraucht hatten. Damit löste er eine beispiellose Welle aus: Fast täglich wurden neue Fälle von sexualisierter Gewalt in Einrichtungen der katholischen Kirche bekannt. Seitdem beobachtet Mertes genau, wie die Bistümer und Orden mit den Vorwürfen und vor allem mit den Betroffenen umgehen.