Wer diese herrlichen Sommertage in der Arbeit verbringen muss, sollte versuchen, sich zum Ausgleich am Zauber der kleinen Dinge zu erfreuen. Currywurst mit Pommes in der Kantine zum Beispiel, seit langer Zeit eines der beliebtesten Gerichte deutscher Werktätiger. Besonders empfehlenswert ist diese Wahl freilich nicht, und so klingt die Nachricht zumindest interessant, die nun aus Bristol kommt. Forschende der dortigen Universität haben das Kunststück vollbracht, dass die Gäste einer Mensa sich klimafreundlicher und zugleich etwas gesünder ernährten, obwohl sich an den angebotenen Speisen nichts änderte. Keiner der Topseller wurde gestrichen, keine Portion verkleinert, keine Zutat ausgetauscht und auch die notorisch wenig wirksame Aufklärung ersparte man den Kunden. Und doch wurde das Essen der Gäste deutlich grüner.
Der Trick der Wissenschaftler bestand darin, die drei täglich zur Auswahl stehenden Gerichte so geschickt zu kombinieren, dass empfehlenswerte Speisen eine größere Chance bekamen, ausgewählt zu werden. Das Team aus Psychologen, Ernährungs- und Agrarwissenschaftlern griff dazu auf Speisepläne zurück, die die Mensa in der Vergangenheit schon einmal aufgestellt hatte. Es übernahm alle Gerichte, ermittelte aber zunächst deren Beliebtheit und bewertete sie nach ökologischen und gesundheitlichen Aspekten. Dann sortierten die Forscher die Gerichte auf dem Wochenplan um.






