en Namen muss man sich merken: Common Cause, gemeinsame Sache. Der sprechende Name der ehrwürdigen US-Organisation (sie gibt es seit 1970) sagt alles. Die Gruppe hat sich strikter Überparteilichkeit verschrieben. Nun aber, im ersten Jahr der zweiten Präsidentschaft Donald Trumps, hat Common Cause zum ersten Mal Partei ergriffen.
Seit jeher setzt sich der Verein dafür ein, das Wahlrecht und den Zuschnitt von Wahlkreisen in den USA dem einseitigen Zugriff der beiden großen Parteien zu entziehen. Common Cause ist stets, ohne Ausnahme, gegen das sogenannte Gerrymandering zu Felde gezogen, egal, ob es von Demokraten oder Republikanern initiiert wurde. Das ist der teilweise groteske Neuzuschnitt von Kongresswahlkreisen, der nur dazu dient, das Mandat für eine der beiden Parteien zu sichern. Eine gängige Praxis in Amerika, die aber die wahren Mehrheitsverhältnisse und damit den Wählerwillen verzerrt. Nun hat der demokratische Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, angekündigt, die Wahlkreise in seinem Bundesstaat neu zuschneiden zu wollen, im Sinne seiner Partei natürlich. Und Common Cause hat nichts dagegen. Wie kann das angehen?
Der Präsident hat sich unbeliebt gemacht
Hintergrund ist ein dreister Versuch des Weißen Hauses, die Mehrheitsverhältnisse im künftigen Repräsentantenhaus durch Gerrymandering zugunsten der Republikaner zu manipulieren. Denn bei den Zwischenwahlen, der Neuwahl des Repräsentantenhauses und eines Drittels der Senatoren, im Herbst 2026 dürfte die ohnehin äußerst knappe Mehrheit der Republikaner schwer gefährdet sein. Der Präsident hat sich unbeliebt gemacht, seine Zölle, seine Steuerreform, ja, auch die Jagd auf illegale Einwanderer sind alles andere als populär.







