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ielleicht muss man mal so ein Haus in Islamabad besucht haben, in dem Menschen auf Afghanistan mit großer Hoffnung auf ihre Ausreise nach Deutschland warten. Sie büffeln deutsche Vokabeln, weil es ja bald losgehen soll, in die neue Heimat, der nicht wenige von ihnen einmal gedient haben – während die alte Heimat für sie keine mehr ist. Man kann sich im fernen Deutschland, wo der vergangene Wahlkampf nicht etwa von Themen wie Klimawandel oder Vermögensgerechtigkeit dominiert wurde, sondern von Stimmungsmache gegen Flüchtlinge, schwer vorstellen, wie es ist, wenn man nirgendwo mehr willkommen ist.