Für sie: Ruf nach Freiheit
Endlich mal Sommer in Deutschland! Zeit, endlich die Sommerkleider aus dem Schrank zu holen, die man sonst nie braucht. Während sie im Juni noch deplatziert wirken und es im Juli regnet, sind die leichten Baumwollfetzen im August genau das Richtige. Interessanterweise am schwierigsten: das kleine Weiße!
Ist zu wenig Sonnenbräune da, verleiht es einem sofort ein unangenehmes Nachthemdgefühl, das das Selbstbewusstsein auf null drehen kann. Bei zu viel Bräune und Schmuck sieht man hingegen schnell aus wie eine laute US-Amerikanerin auf dem Weg zur Destination Wedding auf Santorini. Schließlich wird der einfallsloseste aller Dresscodes, Weiß für mediterrane Polterabende, leider immer noch mit gutem Geschmack verwechselt.
Wie also das weiße Kleid ohne jegliches Poltergeist-Risiko tragen? So wie Königin Letizia von Spanien, hier zu sehen bei einem offiziellen Termin auf Mallorca. Ihre Version des spanischen Designers Tony Bonet ist aus Baumwolle, verziert mit ein bisschen Spitze, und ruft trotz der akkurat frisierten Haare nach Freiheit und Frische. So ein Stufenrockteil würde man normalerweise eher mit flachen Schuhen tragen, aber weil Letizia nun mal Spanierin ist, kombiniert sie ihr Kleid mit hohen Espadrilles. Das gibt dem Ganzen einen interessanten Vibe und ist eine willkommene Abwechslung zu den obligatorischen flachen Gladiator-Sandalen, die in der Stadt schon immer irgendwie komisch wirkten. Nur Clogs wären zum weißen Kleid cooler – und vielleicht ein Trenchcoat, wenn die Bräune noch da, der Sommer aber längst wieder weg ist.








