Für seine Reportage „Eilt sehr!“ über die Auswüchse der Bürokratie in Deutschland erhält der Zeit-Redakteur Miguel Helm in diesem Jahr den Herbert-Riehl-Heyse-Preis. Helm erzählt in seinem am 29. August 2024 als Zeit-Dossier erschienenen Text von den unfassbaren bürokratischen Verwicklungen, in die ein Metzger in Hessen gerät, der um das Überleben seines Betriebs kämpft; ebenso ergeht es dem Landrat von Calw beim Versuch, die Hermann-Hesse-Bahn wiederzubeleben, die den Schwarzwald mit dem Raum Stuttgart verbindet. Miguel Helm, Jahrgang 1995 und aufgewachsen in Freiburg im Breisgau, wird den Preis am 10. Oktober in München in Empfang nehmen, die Festrede hält Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda. Der Herbert-Riehl-Heyse-Preis ist dem Lebenswerk des früheren Chefreporters, Essayisten und Streiflichtautors der Süddeutschen Zeitung gewidmet, der über 30 Jahre lang die Berichterstattung und den Ton der Zeitung mitprägte und der 2003 einem Krebsleiden erlag. Die Ehrung ist mit 10 000 Euro dotiert wurde 2003 von den Gesellschaftern des Süddeutschen Verlags gestiftet, um Riehl-Heyses journalistisches Vermächtnis lebendig zu halten. Prämiert wird ein Essay, eine essayistische Reportage oder ein Kommentar. Der Preis wird in diesem Jahr zum elften Mal vergeben.
11. Herbert-Riehl-Heyse Preis der "Süddeutschen Zeitung" für "Zeit"-Redakteur Miguel Helm
Zeit-Redakteur Miguel Helm erhält Auszeichnung für seine Reportage "Eilt sehr" über Bürokratie






