Der Stadtrat hat das Kontingent für Münchnerinnen und Münchner auf dem Oktoberfest für dieses Jahr erheblich ausgeweitet. Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt kommen nun an den Wochenenden sowie am Feiertag nicht mehr nur tagsüber an begehrte Plätze in den großen Festzelten, sondern auch abends. Und das alles, wie Wiesn-Chef Christian Scharpf schon im Mai betonte, ganz ohne Mindestverzehr. Pro Person fällt lediglich eine Bearbeitungsgebühr an, pro Tisch maximal 15 Euro. Stellt sich nur die Frage: Bekommt man auf diesem Weg jetzt noch einen Tisch?
Eines dazu gleich vorweg: Kufflers Weinzelt und die Käfer Wiesn-Schänke als kleinere der sogenannten großen Festzelte sind von der Regelung ausgenommen. „Wir haben ja innen nur rund 1700 Sitzplätze und dürfen diese komplett reservieren“, erklärt dazu die Pressesprecherin des Weinzelts, Christine da Silva. In diesen zwei Zelten bringt es also nichts, wenn der Wohnort München ist. Dasselbe gilt für die übrigen 21 kleinen Zelte, auch sie müssen laut Vertrag mit der Stadt keine Plätze für Münchnerinnen und Münchner vorhalten.
Wie aber handhaben es die verbleibenden zwölf großen Zelte? In der Ochsenbraterei mit 5900 Plätzen im Innenbereich würde, sagt Pressesprecherin Maria Pinzger, das München-Kontingent nach den Vorgaben der Stadt umgesetzt und das werde „auch super nachgefragt“. Im Online-Reservierungsportal freigeschaltet wurde das Kontingent bereits vor ein paar Monaten, immer mal wieder gibt es aber Rückläufer. Auf der Homepage des Zelts heißt es deshalb: „Es lohnt sich, immer wieder in unser Reservierungsportal zu klicken, da wir wieder verfügbare Tische direkt erneut zur Reservierung ins Portal stellen.“ Und auch wer spontan während der Wiesn noch einen Tisch sucht, dem rät Pinzger, dort nachzuschauen oder bei der offiziellen Tauschbörse, die über das Reservierungsbüro der Ochsenbraterei läuft. Ein bisschen Glück braucht man dabei aber freilich schon.






