PfadnavigationHomeNewstickerDPAInfolinenetzweltTelekom bringt KI-Phone heraus - Konkurrenz geht andere WegeVeröffentlicht am 14.08.2025Lesedauer: 3 MinutenTelekom-Vorständin Claudia Nemat hält große Stücke auf das neue Smartphone ihrer Firma.Quelle: Wolf von Dewitz/dpaZum Handy greifen und eine App öffnen. Aber wo ist die noch mal? So etwas kann eine mühsame Fummelei sein. Das muss es aber nicht, sagt die Telekom und lässt die Apps gewissermaßen verschwinden.Die Deutsche Telekom hat den Verkauf eines Smartphones ohne sichtbare Apps gestartet. Möglich macht das ein mit Künstlicher Intelligenz (KI) ausgestatteter Sprachassistent. Der Nutzer sieht zunächst nur eine magentafarbene Handy-Oberfläche und stellt eine Frage, woraufhin der Sprachassistent des amerikanischen KI-Unternehmens Perplexity antwortet und Informationen einblendet, etwa Shopping-Vorschläge oder Übersetzungen von Speisekarten im Restaurant.Auf Apps zu klicken, ist nicht mehr nötig. Diese befinden sich zwar auf dem Handy, laufen aber im Hintergrund. Man kann die KI-Oberfläche wegwischen und sieht die Apps dann wie üblich.Was andere Unternehmen bietenGroße Smartphone-Anbieter haben ähnliche Konzepte: Auch Samsung mit «Galaxy AI» und Apple mit «Apple Intelligence» setzen auf KI-Assistenten (auch KI-Agenten genannt), um die App-Nutzung zu vereinfachen. Ob die Telekom mit ihrem eigenen Smartphone gegen so starke internationale Marken bestehen kann, ist fraglich. Der Bonner Konzern setzt auf einen möglichst niedrigen Preis: Das KI-Phone der Telekom kostet nur 149 Euro und damit deutlich weniger als andere Smartphones.Das Gerät erlaube einen «kompakten Zugriff auf diverse KI-Dienste und damit ein einfaches Erleben», sagt die Telekom-Vorständin Claudia Nemat und bewertet KI als «die große Technologie unserer Zeit», bei der es aber noch viele Berührungsängste gebe.Eine YouGov-Umfrage unter 1.020 Menschen in Deutschland im Juli zeigte große Lücken. Die Frage, ob sie KI-Chatbots wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity kennen, bejahten 15 Prozent der Befragten und gaben zudem an, dass sie KI-Agenten schon mal genutzt haben. 24 Prozent haben davon schon mal gehört, sie bislang aber nicht benutzt.Wo das Smartphone produziert wirdEine Firma in Vietnam stellt das Smartphone im Auftrag der Telekom her. Das KI-Phone ist gewissermaßen eine Weiterentwicklung des T-Phones, das die Telekom schon seit einigen Jahren verkauft. Zum Erfolg des T-Phones hält sich der Bonner Konzern bedeckt, verkaufte Stückzahlen werden nicht kommuniziert.
Telekom bringt KI-Phone heraus - Konkurrenz geht andere Wege - WELT
Zum Handy greifen und eine App öffnen. Aber wo ist die noch mal? So etwas kann eine mühsame Fummelei sein. Das muss es aber nicht, sagt die Telekom und lässt die Apps gewissermaßen verschwinden.







