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s gab mal eine Zeit, so lange ist sie noch gar nicht her, da war eine Klage in Mode: dass Politik arg langweilig geworden sei. Keine großen Debatten im Bundestag mehr, und die großen Redner seien auch seit Ewigkeiten tot. Das war in den ersten zehn, zwölf Jahren dieses Jahrhunderts, als es noch die Illusion vom Ende der Geschichte gab. Deutsche Teilung, Kalter Krieg, deutsche Einheit, der Euro – alles schien bewältigt zu sein. Der berühmte, inzwischen verstorbene Regisseur René Pollesch spielte damit, indem er 2012 ein Theaterstück schrieb: „Eure ganz großen Themen sind weg.“







