Von einem „verwaschenen Zustand“ hat der österreichische Physiker und Philosoph Erwin Schrödinger gesprochen, als er in den Dreißigerjahren beschrieben hat, dass sich ein Elektron in einem Atom nicht an einem bestimmten Punkt befindet, sondern gleichzeitig auch an jedem anderen Punkt innerhalb des Atoms anwesend sei – der Zustand der sogenannten kohärenten Superposition. Ebenso müsse man sich bei einem radioaktiven Atom vorstellen, dass es nach Ablauf von exakt einer Halbwertszeit diese Superposition erreicht hat und mithin gleichzeitig zerfallen und nicht zerfallen ist. Auf die Spitze getrieben hat Schrödinger seinen Versuch, die zugrunde liegende Quantenmechanik zu veranschaulichen, mit einem Gedankenexperiment, wonach eine Katze unter bestimmten Voraussetzungen nach Gesichtspunkten der Quantenmechanik gleichzeitig tot und lebendig sein kann. Der Begriff Schrödingers Katze ist in der Folge populär geworden.