(SZ) Der Wolpertinger ist ein scheues Tier, das in den bayerischen Alpen zwischen Watzmann und dem Großen Luegenkofel lebt. Da er nur selten, und dann auch noch von zwielichtigen Personen wie Wilderern oder Preußen, beobachtet wurde, sind die Beschreibungen seines Äußeren so vielfältig wie im Falle der Außerirdischen, die gelegentlich die Menschheit besuchen und es bis ins Weiße Haus schaffen. Altbairischen Stammtischzoologen zufolge hat der Wolpertinger einen Hasenkörper, den Kopf ziert das Gehörn eines Rehbocks, die vorderen Läufe gleichen Hühnerkrallen, die hinteren Entenfüßen, und ein gefiedertes Paar Flügel ermöglicht ihm Rundflüge bis hin zu den deutschen Exklaven am Gardasee. Außer im Alpenraum lebt der Wolpertinger auch in Australien. Die dortige Variante ähnelt dem Biber, wären da nicht ein Giftsporn und vor allem der Entenschnabel, der dem Geschöpf etwas Schwimmvogelartiges verleiht. Da es Eier legt, muss man annehmen, es wäre lieber eine Ente. Um Verwechslungen zu vermeiden, nennt man den australischen Wolpertinger „Schnabeltier“.
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