In Deutschland wird künftig länger Fußball gespielt. Die Nachspielzeiten der drei deutschen Profiligen und im DFB-Pokal werden sich deutlich ausweiten, so hat es die Deutsche Fußball-Liga DFL zusammen mit den Schiedsrichtern des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beschlossen. Es habe bei den Klubs den Wunsch nach Einheitlichkeit und Transparenz bei diesem Thema gegeben, so erklärten es Knut Kircher, Chef der DFB-Schiedsrichter GmbH, und Ansgar Schwenken als Vertreter der DFL am Dienstag in Frankfurt.
In der Vergangenheit war es lange so, dass die Nachspielzeit im Ermessen des Schiedsrichters lag. Jahrelang wurde das in der Praxis so gehandhabt, dass meist pauschal zwei Minuten obendrauf kamen, nur in Ausnahmefällen wurden es mehr. Es galt Sepp Herbergers berühmter Satz nach der festgelegten Dauer eines Fußballspiels von 90 Minuten. Mit dieser Tradition brachen schließlich die englische Premier League und der Weltfußballverband Fifa bei der WM in Katar, im Vorrundenspiel zwischen England und Iran gab es insgesamt 24 Minuten Nachspielzeit. Die Fifa begründete es auch damit, Spielern den Anreiz für Zeitspiel nehmen zu wollen. Fußball ist eine der wenigen Mannschaftssportarten, in denen die Uhr nicht angehalten wird.








