Wenn man den Pariser Louvre in Richtung Métro verlässt, führen einen die Wegweiser durch einen gewaltigen Museumsshop, in dem die Kunst zu Kommerz gerinnt, wo sie handhabbar wird und man sie mit ins eigene Leben nehmen kann. Zu Kühlschrankmagneten, Notizbüchern mit Monet-Blumen-Umschlag und Seidentüchern mit Renoir-Print. Ziemlich sicher werden hier auch bald DVDs mit Cédric Klapischs „Die Farben der Zeit“ ausliegen. Kaum ein Film der vergangenen Jahre dürfte so eine große Schnittmenge zwischen Kinozuschauern und Museumsshop-Besuchern haben wie diese leichte, aber auch ein bisschen ernste Komödie, die Paris’ Belle Époque, die Zeit um die Jahrhundertwende, mit der schnöden Gegenwart verbindet, die aber wiederum tröstlicherweise auch in Paris spielt, also so schnöde eigentlich gar nicht sein kann.