PfadnavigationHomePolitikAuslandVor Treffen mit Putin„Wir werden versuchen, Territorium für die Ukraine zurückzuholen“, sagt TrumpVeröffentlicht am 12.08.2025Lesedauer: 3 MinutenVor dem Treffen von Trump und Putin in Alaska berät sich Merz mit Trump und Selenskyj über Handlungsoptionen des Westens. Ziel ist, den Druck auf Russland zu erhöhen. Trump sagte unterdessen bei einer Pressekonferenz in Washington: „Ich werde keinen Deal machen.“In Alaska will der US-Präsident mit Kremlchef Putin über ein Ende des Ukraine-Kriegs verhandeln. Ziel sei es, zu versuchen, Gebiete der Ukraine zurückzuholen, sagte Trump auf einer Pressekonferenz. Zugleich dämpfte er Erwartungen an das Treffen – es handele sich um ein Sondierungstreffen.US-Präsident Donald Trump will bei den Verhandlungen mit Kremlchef Wladimir Putin am Freitag in Alaska über den Tausch von Gebieten zwischen Ukraine und Russland sprechen. Bei einer Pressekonferenz erklärte Trump seine Überlegungen: „Es wird einige Landtauschgeschäfte geben.“ Einige zum Wohle der Ukraine, einige auch schlecht für die Ukraine. Das gelte auch für Russland. „Russland hat einen großen Teil der Ukraine besetzt. Sie haben einige sehr wichtige Gebiete besetzt. Wir werden versuchen, etwas Territorium für die Ukraine zurückzuholen“, betonte Trump. Das Land am Meer sei am wertvollsten. Trump betonte, er werde zunächst am Freitag mit Putin sprechen; und im Anschluss direkt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj anrufen und danach die Europäer informieren. Er werde nach wenigen Minuten wissen, ob ein Deal mit Putin möglich sei, sagte Trump. Treffen mit Putin laut Trump ein „feel-out meeting“Zugleich dämpfte US-Präsident Donald Trump allzu hohe Erwartungen an das geplante Treffen Wladimir Putin. Es handele sich eher um ein „feel-out meeting“ (eine Art Sondierungstreffen), sagte Trump vor Reportern im Weißen Haus. „Wir werden sehen, was er vorhat, und wenn es ein fairer Deal ist“, werde er ihn den Lenkern von EU und Nato sowie dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorstellen, fuhr Trump fort. „Vielleicht sage ich: Viel Glück, kämpft weiter. Oder vielleicht sage ich: Wir können einen Deal machen“, sagte der US-Präsident.Trump und Putin wollen sich am Freitag im US-Bundesstaat Alaska treffen. Der ukrainische Präsident Selenskyj hat bereits ausgeschlossen, ukrainische Gebiete an Russland abzutreten. Trump dagegen hat einen möglichen „Gebietstausch“ zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel gebracht.Lesen Sie auchAm Montag kritisierte der US-Präsident dann auch die Äußerungen Selenskyjs. Dessen Haltung in dieser Frage habe ihn „ein bisschen gestört“, sagte Trump. „Denn es wird irgendeinen Gebietstausch geben.“ Trump: Putin und Selenskyj sollen sich treffenTrump stellte ferner ein Treffen von Selenskyj mit Putin in Aussicht: „Das nächste Treffen wird mit Selenskyj und Putin sein, oder mit Selenskyj, Putin und mir.“ Der US-Präsident bot an, dass er hinzukommen wolle, sofern er bei einem Treffen der beiden benötigt werde.Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte zuvor eine faktische Anerkennung der russischen Kontrolle über besetzte ukrainische Gebiete als Option bezeichnet. Ein künftiges Abkommen könnte anerkennen, dass Russland „de facto einen Teil des Territoriums der Ukraine kontrolliert“, sagte Rutte dem US-Fernsehsender ABC News in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview. Es müsse sich aber um eine „faktische“ Anerkennung handeln und keine juristische.Vor dem Treffen in Alaska werden am Mittwoch auf Initiative von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) europäische Staats- und Regierungschefs mit Selenskyj und Trump beraten. Bei der Videokonferenz soll es unter anderem um weitere Handlungsoptionen gehen, um Druck auf Russland zu erzeugen. „Darüber hinaus soll über die Vorbereitung möglicher Friedensverhandlungen und damit verbundene Fragen zu Territorialansprüchen und Sicherheiten gesprochen werden“, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin mit. ll mit dpa