Wer dem Sentinel-Satelliten näher kommen will, muss sich korrekt anziehen: Im Airbus-Reinraum der Klasse ISO 5 in Ottobrunn bei München ist eine Ganzkörperverhüllung angesagt, ganz in Weiß. Bevor es durch eine Luftschleuse geht, müssen sich Besucher ihrer Kleidung entledigen – bis auf die Unterwäsche. Der Kopf verschwindet fast komplett in Haube und Gesichtsmaske, nur ein schmaler Sehschlitz bleibt. Dann vorsichtig in einen Overall schlüpfen, Schutzschuhe, Handschuhe. Bei allem gilt: Nicht mit den Fingern von außen berühren, auch die Handschuhe werden mit spezieller Technik aus der Verpackung befreit. Ein Armband soll neben den Metallfasern im Overall die elektrische Erdung sicherstellen. In der Luftschleuse wird der Luftdruck mit jeder Tür nach außen hin niedriger, damit die Luft nur in eine Richtung bläst. Es folgen diverse klebrige Fußmatten, auf denen die Schuhe ein ziehendes Quietschen verursachen und schließlich die Werkshalle mit einem ununterbrochenen Luftzug, immer weg vom Satelliten.
Verstärkung für die Wächter der Erde
Die EU baut seit rund zehn Jahren das „Sentinel“-Satellitensystem auf. Es soll die Gesundheit des Planeten vermessen - auch im Kampf gegen den Klimawandel. In dieser Woche soll die Satellitengruppe komplett werden.










