PfadnavigationHomePolitikAuslandVor Trump-Putin-TreffenRussische Kontrolle über Gebiete laut Nato unvermeidbar – USA sind „durch“ mit Ukraine-FinanzierungVeröffentlicht am 11.08.2025Lesedauer: 3 MinutenNach Ansicht von Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird es sich bei künftigen Verhandlungen über eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg kaum vermeiden lassen, auch über ukrainische Gebietsabtretungen zu sprechen.Nato-Chef Mark Rutte hält es für unvermeidbar, dass bei einer Friedenslösung die De-facto-Kontrolle über manche ukrainische Gebiete bei Russland bleiben könnte. Derweil kommen die EU-Außenminister am Montag zu einer Sondersitzung zusammen.Nach Ansicht von Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird sich bei künftigen Verhandlungen über eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg kaum vermeiden lassen, auch über die Zukunft der von Russland kontrollierten ukrainischen Gebiete zu sprechen. „Wir müssen im Moment zur Kenntnis nehmen, dass Russland einen Teil des ukrainischen Territoriums kontrolliert“, sagte Rutte dem US-Sender ABC News. Nach einer Waffenruhe werde sich die Frage stellen, wie es in territorialen Fragen und mit Blick auf mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine weitergehe. Zugleich betonte der Nato-Chef, die Ukraine sei ein souveräner Staat, der seine geopolitische Zukunft selbst bestimme.In territorialen Fragen sei es wichtig, zwischen einer „de facto“ und einer „de jure“ Anerkennung zu unterscheiden, sagte Rutte. Eine mögliche Einigung könne etwa festhalten, dass Russland faktisch bestimmte Gebiete kontrolliere, ohne dass diese Kontrolle rechtlich akzeptiert würde. Als Beispiel verwies er auf die jahrzehntelange Haltung des Westens zur sowjetischen Besetzung der baltischen Staaten.Vance zu Ukraine-Unterstützung – „Wir sind durch“US-Vizepräsident J.D. Vance bekräftigte unterdessen, dass sich die USA finanziell aus der Unterstützung der Ukraine bei der Verteidigung gegen Russland zurückziehen wollen. US-Präsident Donald Trump und er seien der Auffassung, „dass die USA mit der Finanzierung des Ukraine-Kriegsgeschäfts durch sind“, sagte Vance dem Sender Fox News in einem Interview, das schon vor ein paar Tagen aufgezeichnet wurde. Man wolle eine friedliche Lösung finden und das Töten beenden. Die Amerikaner seien es leid, weiter ihre Steuergelder für diesen konkreten Konflikt auszugeben, so Vance. Das Interview wurde bereits vor der offiziellen Bekanntgabe des Treffens von Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgezeichnet, aber erst am Sonntag vollständig ausgestrahlt.Vance wiederholte die Haltung der Trump-Regierung, wonach die Europäer selbst für den Konflikt „direkt vor ihrer Haustür“ verantwortlich seien. Wenn ihnen eine Lösung am Herzen liege, sollten sie sich direkter und substanzieller an der Finanzierung beteiligen, forderte er - etwa durch den Kauf von Waffen von US-Herstellern für die Ukraine. „Aber wir werden das nicht mehr selbst finanzieren“, sagte Vance.EU-Außenbeauftragte sieht Europas Kerninteressen auf dem SpielAm Freitag wollen Trump und Putin im US-Bundesstaat Alaska über eine mögliche Friedenslösung in dem seit rund dreieinhalb Jahren dauernden russischen Angriffskrieg verhandeln. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist bislang nicht eingeladen.Im Vorfeld des Treffens werden die EU-Außenminister eine Sondersitzung am Montag abhalten. Dazu teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit, dass Europas Kerninteressen auf dem Spiel stünden. Rutte lobte Trumps Bemühungen und sprach von einem Test, wie ernst es Putin mit einem Ende des Kriegs sei. Das Treffen könne ein wichtiger Schritt hin zu umfassenden Verhandlungen sein, sagte Rutte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bislang keine Einladung nach Alaska bekommen. Er befürchtet ebenso wie westliche Partner, dass dort Entscheidungen über die Ukraine hinweg getroffen werden könnten. Selenskyj unterstrich zuletzt indirekt, dass er einen von Trump ins Spiel gebrachten Gebietstausch nicht akzeptieren werde.dpa/jho
Vor Trump-Putin-Treffen: Russische Kontrolle über Gebiete laut Nato unvermeidbar – USA sind „durch“ mit Ukraine-Finanzierung - WELT
Nato-Chef Mark Rutte hält es für unvermeidbar, dass bei einer Friedenslösung die De-facto-Kontrolle über manche ukrainische Gebiete bei Russland bleiben könnte. Derweil kommen die EU-Außenminister am Montag zu einer Sondersitzung zusammen.









