Der US-amerikanische Psychiater Richard M. Brickner beschreibt als typische Merkmale einen ausgeprägten Verfolgungswahn, einen pathologischen Hang zum Größenwahn, ein übertriebenes Machtstreben und eine Tendenz, die eigene Geschichte so zu verfälschen, dass die Anwendung von exzessiver Gewalt gerechtfertigt erscheint. Faschistische Staaten versetzten, so Brickner, ihre Bevölkerung in eine Art kollektive Paranoia, um ein aggressives Verhalten sowohl gegen innere als auch äußere Feinde zu legitimieren. In einem faschistischen Staat sei der Paranoide zwingend auf ein Gegenüber angewiesen, von dem er sich bedroht fühle und den es zu bezwingen gelte.
USA und Deutschland nach 1945: Wie die USA Deutschland vom Faschismus heilen wollten
Was bei der Demokratieerziehung der Deutschen nach 1945 klappte und warum vieles davon schief ging, erklärt der Sozialpsychologe Oliver König.






