Vor seiner Präsidentschaft verkündete Donald Trump, der Krieg in der Ukraine könne innerhalb von 24 Stunden beendet werden. Seit einem halben Jahr ist er nun Präsident der Vereinigten Staaten. Der Krieg in Europa aber tobt weiter. Um möglichst bald einen Frieden in der Ukraine zu erreichen, hat Trump nun einen Gipfel mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin für den 15. August in Alaska angekündigt. Der Ausgang dieses Treffens ist offen – und doch liegt bereits im Vorhinein ein dunkler Schatten über dem Gespräch. Schließlich könnten die beiden in Alaska über die Zukunft Europas entscheiden. Doch für Europa selbst haben sie bislang keinen Platz am Tisch vorgesehen.
Zwar erwäge der US-Präsident laut Medienberichten zumindest, den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij irgendwann auch einzuladen. Ein Sprecher des Weißen Hauses dämpfte jedoch die Erwartungen und erklärte, dass man sich derzeit vielmehr auf bilaterale Gespräche mit Putin konzentriere.
Die Tatsache, dass weder der ukrainische Präsident noch europäische Vertreter an den Gesprächen in Alaska teilnehmen werden, lässt Europa handlungsunfähig erscheinen. Aus einigen Hauptstädten ist indes zu hören, dass Europa im Hintergrund versucht, auf die USA einzuwirken – vor den Gesprächen mit Putin. In den vergangenen Tagen habe demnach eine Gruppe europäischer Partner im engen Kontakt mit den USA gestanden. Was in den Treffen jedoch besprochen wurde, bleibt bislang unklar. „Wir bereiten uns intensiv auf europäischer Ebene zusammen mit der amerikanischen Regierung auf dieses Treffen vor“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) der ARD. Man hoffe und gehen davon aus, dass auch Präsident Selenskij, an diesem Treffen beteiligt werde.














