PfadnavigationHomePanoramaEklat in TorgauFeuerwehrmann spielte erste Strophe von Deutschlandlied – jetzt schaltet sich Heino einVeröffentlicht am 11.08.2025Lesedauer: 3 MinutenSchlagersänger HeinoQuelle: Sebastian Kahnert/dpaBei einer Feuerwehr-Meisterschaft in Sachsen sorgte das Abspielen der ersten Strophe des Deutschlandliedes für einen Eklat. Für den Hauptwettkampfrichter hatte das Konsequenzen. Nun meldet sich Heino zu Wort, von dem die Liedversion stammte.Der Schlagersänger Heino (86) fordert eine zweite Chance für den Feuerwehrmann, der nach einem Eklat um die Nationalhymne bei den Meisterschaften im Feuerwehrsport im nordsächsischen Torgau geschasst worden ist. In der vergangenen Woche war dort bei der Eröffnungsfeier die historisch belastete erste Strophe des Deutschlandliedes abgespielt worden.Die Aufnahme stammt von Heino, der diese Version mit allen drei Strophen im Jahr 1979 eingesungen hatte.Für den Hauptwettkampfrichter Richard Münder hatte der Vorfall Konsequenzen. Wie der RBB berichtete, wurde Münder von allen für den Deutschen Feuerwehrverband ausgeübten Funktionen entbunden. Er dürfe auch keine Feuerwehruniform mehr tragen.Heino stufte die Reaktion als „übertrieben“ ein. „Ich finde es auch nicht gut, dass diese Version gespielt wurde“, schrieb Heino auf Instagram. Aber seiner Meinung nach sollte man dem Feuerwehrmann eine zweite Chance geben. „Er hat sich jahrelang für die Kameradschaft eingesetzt und sich in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Jeder hat eine zweite Chance verdient!“Heino hatte einst auf Bitten des baden-württembergischen Ministerpräsidenten und einstigen NS-Marinerichter Hans Filbinger (CDU) alle drei Strophen des Deutschlandliedes aufgenommen – „für Schulzwecke“, wie Heino in seinem Instagram-Beitrag betonte. Er könne sich auch ein Konzert in der Heimat des Feuerwehrmannes vorstellen.Hauptwettkampfrichter und Feuerwehrmann Münder machte die Umstände für den Eklat verantwortlich. Dem RBB erklärte er, er fühle sich „sehr ungerecht“ behandelt. „Ich bin nicht der Meinung, dass ich dort der alleinige Schuldige bin“, sagte er. Der „Fehler“, wie Münder den Vorfall bezeichnete, sei damit zu begründen, dass es am Tag der Siegerehrung zu Hektik und Improvisation gekommen sei. Er spricht von einem Organisationsdefizit. Lesen Sie auchDie Tondatei des Deutschlandliedes mit allen drei Strophen habe er erst kurz zuvor von der Internetplattform YouTube heruntergeladen. Er habe nicht gewusst, dass es sich dabei „um verfassungsfeindliches Liedgut“ handele, weil der Clip frei auf der Plattform verfügbar gewesen sei. Gegenüber dem RBB bedauerte er: „Ich habe aber wie alle anderen nicht die Möglichkeit, die Uhr zurückzudrehen.“ Er selbst distanziere sich von „politisch extremen Kreisen“.Lesen Sie auchDen Moment, als die erste Strophe des Liedes gespielt wurde, beschreibt Münder gegenüber dem „rbb“ wie folgt: „Ich war selbst in einer kleinen Schockstarre und in Gedanken vielleicht auch schon in meinem nächsten Tagesordnungspunkt, der Siegerehrung, deren Moderation mir oblag.“ Der Verband machte klar, dass es keine Belege für ein vorsätzliches Handeln aus politischen oder rechtsextremen Motiven gebe. „Es kam von ihm aber auch keine Entschuldigung für sein Handeln, sondern nur die Rechtfertigung, das Abspielen sei nicht verboten“, erklärte eine Sprecherin dem Bericht zufolge.Erste Strophe des Liedes durch Nationalsozialismus belastetDas Lied der Deutschen wurde von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1841 auf Helgoland gedichtet. Die erste Strophe ist nicht verboten, allerdings politisch durch die Zeit des Nationalsozialismus sehr belastet. Die Strophe („Deutschland, Deutschland über alles ...“) wurde zusammen mit dem „Horst-Wessel-Lied“ als Hymne verwendet. Nationalhymne ist heute nur die dritte Strophe mit den Worten „Einigkeit und Recht und Freiheit“Die Polizei habe den Vorfall geprüft und festgestellt, dass dieser als „nicht strafrechtlich relevant“ zu bewerten sei, berichtete der MDR. Der Landrat des Landkreises Nordsachsen, Kai Emanuel (parteilos), bezeichnete den Vorfall als „verstörend und peinlich“.ly/lay mit dpa
Deutschlandlied-Eklat in Sachsen hat Folgen für Feuerwehrmann: „Es kam von ihm nur eine Rechtfertigung“ - WELT
Bei einer Feuerwehr-Meisterschaft in Sachsen sorgte das Abspielen der ersten Strophe des Deutschlandliedes für einen Eklat. Für den Hauptwettkampfrichter hatte das Konsequenzen. Nun meldet sich Heino zu Wort, von dem die Liedversion stammte.






