Jouanna Hassoun ist wütend. Wütend auf die israelische Regierung, auf die Hamas, auf die deutsche Nahostpolitik und auf die Weltgemeinschaft. Auch auf die arabischen Staaten, die Gaza im Stich lassen würden. Und nicht zuletzt auf einige Menschen im Gazastreifen selbst, die die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben, während der Großteil der Bevölkerung ohne Einkommen um das tägliche Überleben kämpft, wie sie sagt. Diese Wut sei eine Folge ihres Schmerzes über die Bilder aus Gaza – aber zugleich auch ihr Antrieb. Hassoun will ihrer Wut nicht nur Ausdruck verleihen, sondern handeln. Deshalb hat sie mit ihrem Verein Transaidency eine Lebensmittelverteilung in Gaza organisiert. „Schließlich ernähren Worte allein keinen Menschen“, sagt sie im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung.
Jouanna Hassoun: Sie ist Palästinenserin und sauer. Und das ernährt 6000 Familien in Gaza
Transaidency: Jouanna Hassoun organisiert von Berlin aus eine Essensausgabe im Gazastreifen.







