Die Rohre regen die Fantasie an, das steht mal fest: wie sie scheinbar aus dem Boden kommen und in einer kunstvollen Anordnung in 3,5 Metern Höhe über den Köpfen der Menschen verlaufen und sich in das Olympiadorf hinein verästeln. Welchen Zweck diese Rohre und ihre Farben blau, grün, orange, gelb, rot und weiß wohl haben? Gaspipelines sind es wohl eher nicht. Ein Rohrpostsystem? Unwahrscheinlich. Wasserleitungen oder Heizungsrohre? Ergibt auch nicht so richtig Sinn.
Die Antwort ist viel einfacher und schöner: Die Rohre sind in erster Linie Kunst. Entworfen und realisiert hat sie in den Jahren 1971 und 1972 der österreichische Architekt Hans Hollein. „Media-Linien“ heißt das insgesamt 1,6 Kilometer lange Rohrsystem bis heute.
Und Hollein hat sein Kunstwerk mit allerhand praktischen Funktionen versehen: Die Rohre dienen bis heute als Wegweiser und für die Beleuchtung. Früher konnte an manchen Stellen auch warme Luft herausgeblasen werden, es gab Lautsprecher, und oben zwischen den Rohren teils feste Überdachungen und Sonnensegel.
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