Es ist eine dunkle Welt, mit Totenfratzen und Leid, mit Gewalt und Krieg. Aber eben auch mit Blumen und Regenbogen, mit bunten Farben, die sich ihren Weg ins Dunkle bahnen. Emilia Riß hat das Bild gemalt, eine 16 Jahre alte Berufsschülerin. „Jetzt erst recht Frieden wagen“, lautet das Motto des diesjährigen Malwettbewerbs des evangelisch-lutherischen Dekanats Augsburg zum Hohen Friedensfest. Emilias Gemälde ist zum Augsburger Friedensbild 2025 gekürt worden, es ziert das offizielle Plakat zum Friedensfest.

Das ist eine besondere Ehre zum Jubiläum. 375 Jahre gibt es das Augsburger Friedensfest nun, seit 1950 mit dem dazugehörigen, einzigartigen Feiertag, der auf die Stadtgrenze beschränkt ist – und damit Augsburg zu der Stadt mit den meisten Feiertagen in Deutschland macht. Das Hohe Friedensfest begleitet ein wochenlanges Kulturprogramm, es ist als immaterielles Kulturerbe der Unesco gelistet und erinnert an die nach dem Dreißigjährigen Krieg zurückgewonnene Gleichstellung der Konfessionen in der Stadt. Religionen und Menschen jeglicher Herkunft zu verbinden, friedlich zusammenzuleben, in Augsburg und auf der Welt, dazu soll das Fest beitragen, sagt der Augsburger Dekan Frank Kreiselmeier – damals wie heute.