(SZ) Die Hochzeit soll der schönste Tag im Leben werden, sieht man mal ab von den Tagen, an denen Schalke 04 gewinnt. Krass romantisch muss die Trauung sein, die Braut in Weiß, der Bräutigam im Porsche, das gibt tolle Fotos für Instagram. Es versteht sich von selbst, dass kluge Heiratswillige ihre Gemahlin mit KI-gestützter Sorgfalt aussuchen. Noch kritischer aber sollten sie bei der Wahl der Hochzeitsplanerin sein, damit die Fete so minutiös abläuft wie der deutsche Bahnverkehr. Geld darf keine Rolle spielen, als Faustregel gilt: Wer nach der Hochzeit nicht ruiniert ist, hat an der falschen Stelle gespart. Als Vorbild kann die Sause dienen, mit der die indischen Milliardärskinder Anant Ambani und Radhika Merchant in den Hafen der Ehe einfuhren. Mehrere Hundert Millionen Euro soll der Spaß gekostet haben, da sind manche Scheidungen billiger. Für den kleineren Geldbeutel tut es auch eine dreitägige Party auf Sylt, so wie sie ein deutscher Finanzminister zelebrierte. Richtig, Lindner hieß er. War mal Chef der mittlerweile vergessenen FDP, einer Partei, die sich um die Belange sozial Abgehängter wie Milliardäre und Offshore-Kontoinhaber kümmerte.
Das Streiflicht: Hochzeiten sind so teuer! Warum nicht Eintritt nehmen?
Das Streiflicht: Wer nach der Hochzeit nicht ruiniert ist, hat an der falschen Stelle gespart







