München (dpa/lby) - Zum internationalen Katzentag haben Tierschützer erneut eine flächendeckende Kastrationspflicht für freilaufende Katzen verlangt. Viele Tierheime im Freistaat seien derzeit wieder am Limit, weil sie mit einer Katzenflut konfrontiert seien, teilte der bayerische Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes mit.

„Trächtige Katzen, unzählige Katzenbabys, verwilderte Katzen und vor allem viele kranke Tiere sind Alltag und eine immense Herausforderung für unsere Tierheime“, sagte die Präsidentin des Landesverbands, Ilona Wojahn. Manche Einrichtungen stünden kurz vor einem Aufnahmestopp.

Der 8. August ist seit mehr als zwei Jahrzehnten der sogenannte Weltkatzentag. An diesem Tag sollen diese Tiere besondere Aufmerksamkeit bekommen.

Landes- oder bundesweite Kastrationsvorschrift verlangt

Der Tierschutzbund verlangt seit langem, dass alle Freigänger-Katzen kastriert werden, um die Vermehrung zu verlangsamen. Es gibt bereits Aktionen, bei denen verwilderte Katzen gefangen und kastriert werden. „Aber Bayerns Katzen-Problem besteht weiter, weil all diese Maßnahmen nicht ausreichen“, teilte der Landesverband weiter mit.