PfadnavigationHomeRegionalesHamburgStraftatenGewaltkriminalität am Hamburger Hauptbahnhof bleibt auf VorjahresniveauVeröffentlicht am 07.08.2025Lesedauer: 3 MinutenEine „Quattro-Streife“ aus Sicherheitskräften der Bundes- und Landespolizei, der Hochbahn-Wache und der DB-SicherheitQuelle: Christian Charisius/dpaRund eine halbe Million Menschen nutzen den Hamburger Hauptbahnhof täglich. Er gilt als Kriminalitätshotspot. Die Gewaltkriminalität war im Vorjahr zurückgegangen. Nun gibt es neue Zahlen.Mit 296 von der Bundespolizei im ersten Halbjahr am Hamburger Hauptbahnhof registrierten Gewaltdelikten liegt die Gewaltkriminalität dort in etwa auf Vorjahresniveau. Nach dem starken Rückgang von Straftaten wie schwerer Körperverletzung oder Raub um rund ein Viertel im vergangenen Jahr erweise sich der Trend als „erfreulicherweise stabil“, sagte der Sprecher der Innenbehörde, Daniel Schaefer, der Deutschen Presse-Agentur. Lesen Sie auchIn den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres waren am mit rund einer halben Million Menschen täglich meistfrequentierten Bahnhof Deutschlands 290 Gewaltdelikte registriert worden. Hamburg hinter Leipzig, Köln und MünchenEinen Anstieg um gut 20 Prozent gab es hingegen bei den am Bahnhof registrierten Eigentumsdelikten. Ihre Zahl stieg den Angaben zufolge von 1.304 im ersten Halbjahr 2024 auf nunmehr 1.570. Schon im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres waren 1.515 Fälle gezählt worden.Betrachte man die Gewaltdelikte, liege Hamburg mit 296 Fällen „mit weitem Abstand“ hinter Leipzig (426), Dortmund (381) und Köln (349) und sogar auch hinter München (308), sagte Schaefer. Lesen Sie auch„Eine Entwicklung, die nicht zuletzt auf die ‚Allianz sicherer Hauptbahnhof‘ zurückzuführen ist.“ Seit Frühjahr 2023 patrouillieren sogenannte „Quattro-Streifen“ bestehend aus Polizei Hamburg, Bundespolizei, DB-Sicherheit und Hochbahn-Wache am Hauptbahnhof. „Quattro-Streifen“ seien Erfolgsmodell Mittlerweile habe sich diese Allianz zu einem bundesweiten Erfolgsmodell entwickelt, sagte Schaefer. „Der gemeinsame Einsatz von Mitarbeitenden aller vier Sicherheitspartner in einer leistungsstarken Einheit ermöglicht es, mit hoher Präsenz noch niedrigschwelliger auf Anliegen oder Störungen jeder Art zu reagieren und hat nicht zuletzt zu einer deutlichen Verbesserung der Sicherheitslage und der Aufenthaltsqualität an Deutschlands größtem Bahnhof geführt.“In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hätten die „Quattro-Streifen“ am Hauptbahnhof 8.237 Personen überprüft und 294 Strafanzeigen gefertigt. „Zudem wurden durch die Einsatzkräfte von Landes- und Bundespolizei im ersten Halbjahr insgesamt 311 Messer und 68 sonstige verbotene Gegenstände am Hamburger Hauptbahnhof sichergestellt“, sagte er.Schon seit Oktober 2023 herrscht am Hamburger Hauptbahnhof ein Waffenverbot, das später auf den gesamten Nahverkehr ausgeweitet wurde. Zudem wurden im vergangenen Jahr ein Alkoholkonsumverbot erlassen und eine Videoüberwachung auf dem Bahnhofsvorplatz eingeführt.Lesen Sie auchBundespolizei und Polizei kontrollieren in Hamburg immer wieder, ob sich alle an das Waffenverbot im Nahverkehr rund um den Hauptbahnhof halten. Diesmal haben sie wenig, aber Besonderes gefunden.Polizei findet SilvesterraketenBei Kontrollen zum Waffenverbot in Bussen und Bahnen rund um den Hamburger Hauptbahnhof haben die Einsatzkräfte von Polizei und Bundespolizei zuletzt nicht nur Messer und Pfefferspray gefunden. Diesmal stellten sie auch ein Paket Silvesterraketen sicher, wie ein Sprecher der Bundespolizei in Hamburg sagte. Dabei habe es sich um klassische Feuerwerkskörper mit Holzstiel gehandelt. Sie gelten als gefährliche Gegenstände, die Raketen wurden präventiv sichergestellt. Lesen Sie auchInsgesamt fanden die Beamten wenig Waffen: Bei fast 900 Kontrollen wurden neben dem Paket mit Silvesterraketen den Angaben zufolge noch ein Einhandmesser, ein Taschenmesser, ein Pfefferspray, eine Schere und vier verschreibungspflichtige Arzneimittel gefunden und sichergestellt. Die Medikamente wurden wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln eingezogen.dfe, dpa