PfadnavigationHomeSportFußballBerater WittmannHoffenheim soll langjährigem Hopp-Intimus Stadionverbot erteilt habenVeröffentlicht am 07.08.2025Lesedauer: 2 MinutenDa war noch heile Welt zwischen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp (links) und Roger Wittmann: der Milliardär und der umtriebige Berater 2014 in Florianópolis/BrasilienQuelle: picture alliance/HJS-Sportfotos/Hans-Jürgen SchmidtBeim Bundesligisten 1899 Hoffenheim war Spielerberater Roger Wittmann einst eine Hausmacht. Er soll viel Einfluss auf Mäzen Dietmar Hopp gehabt haben – und so seine Interessen durchgedrückt haben. Doch damit scheint es nun vorbei. Der Klub nabelt sich radikal von dem 65-Jährigen ab.Roger Wittmann gehört zu den einflussreichen Spielerberatern in der Bundesliga. Seine Agentur zählt laut des Fachportals transfermarkt.de 120 Spieler. Der 65-Jährige, verheiratet mit dem einstigen deutschen Tennis-Star Anke Huber, soll in einigen Klubs der ersten und zweiten Liga so etwas wie eine Hausmacht sein. Tenor: an seinem Portfolio geht es bei Transfers neuer Profis erst mal nicht vorbei. 249,717 Millionen Euro zahlte die Bundesliga laut des jüngsten Finanzreports der Deutschen Fußball Liga (DFL) in der Saison 2023/2024 an Spielerberater, auf Platz sieben mit 14,327Millionen Euro rangiert die TSG Hoffenheim – bei der Wittmann immer fleißig mitverdient hat. Aktuell sind mit Arthur Chaves, Umut Tohumcu sowie den Zugängen Tim Lemperle und Fisnik Asllani vier Spieler unter Vertrag, die seine Agentur vertritt.Nach einem Bericht des „Kicker“ soll es nun aber mit seiner Herrlichkeit und Hausmacht wohl fürs Erste vorbei sein. Dem Bericht zufolge wird der Klub Wittmann „Hausverbot in der PreZero Arena erteilen und den einstigen Haus- und Hof-Berater der TSG und Intimus des Gesellschafters und Mäzens Dietmar Hopp zur unerwünschten Person degradieren“. Hopp soll Hoffenheims Volte gegen Wittmann mitgetragen habenDas Fachmagazin spricht von der „nächsten Eskalationsstufe“, nachdem sich die Kraichgauer bereits im April demonstrativ von Wittmann und dessen Agentur Rogon distanziert hatten. So sollte „nach Jahrzehnten mehr oder weniger eindeutiger Einflussnahme künftig jedweder Zugriff oder Beeinflussung interner Personal- und Transfer-Entscheidungen unterbunden werden“, wie der „Kicker“ schrieb. Hopp soll das demnach mitgetragen haben.Der Milliardär ist nach wie vor Eigentümer der Arena in Sinsheim, allerdings genießt formaljuristisch die TSG Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH als Pächter das Hausrecht und kann deshalb auch Verbote verhängen. Vom Klub hieß es mit Blick auf Wittmann, man äußere sich „grundsätzlich nicht zu Haus- und Stadionverboten“. Lesen Sie auchIn dem Bericht wird aber auch skizziert, dass Wittmann das wohl nicht einfach so ohne Gegenwehr hinnehmen wolle. Es würden „Gerüchte die Runde machen“, wonach „die Partei Wittmann sich zum Gegenangriff formiere“ und nur auf eine Gelegenheit hinarbeite, „die aktuellen Machthaber zu diskreditieren und womöglich wieder abzusetzen, um die einstigen Machtverhältnisse wiederherzustellen“.Es bleibe spannend, so das Blatt, ob Hopp bei der neusten Volte des Klubs „erneut von langer Hand involviert ist und hinter der Geschäftsführung steht, wie sich Jörg Albrecht (Co-Gesellschafter und Vorsitzender des Vereins, die Redaktion) positioniert –und wie Wittmann reagiert“.pk