PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBilanz nach 100 Tagen RegierungKlingbeil warnt Union nach Richterwahl-Eklat – „Absprachen müssen gelten“Veröffentlicht am 08.08.2025Lesedauer: 2 MinutenFinanzminister Lars Klingbeil zieht nach 100 Tagen im Amt eine gemischte Bilanz. Positiv bewertet der SPD-Chef etwa das Rentenpaket. Der Streit um Richterkandidatin Brosius-Gersdorf habe die Koalition allerdings belastet.SPD-Chef Lars Klingbeil hat nach 100 Tagen schwarz-roter Regierung eine gemischte Bilanz gezogen. Die Erfolge der Koalition seien durch den Konflikt um die Wahl der Verfassungsrichterin Brosius-Gersdorf überlagert worden, sagte Klingbeil.Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat eine gemischte Bilanz der ersten 100 Tage der schwarz-roten Bundesregierung gezogen. „Unterm Strich haben wir in dieser ersten Zeit vieles gemeinsam geschafft, was unser Land positiv verändern wird“, sagte Klingbeil zwar der „Rheinischen Post“ vom Donnerstag. Er nannte das Finanzpaket für Infrastruktur und Verteidigung, „zwei Haushalte, den Wachstumsbooster für die Wirtschaft“ und das am Mittwoch beschlossene Rentenpaket.Mit Blick auf die abgesagte Verfassungsrichterwahl im Juli betont der SPD-Chef allerdings: „Wenn wir Absprachen treffen, dann müssen die gelten. Darauf müssen wir uns als SPD verlassen können.“ Die Unions-Fraktion im Bundestag hatte die in der Koalition vereinbarte Wahl der SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf nicht mitgetragen. „Beim Start in die Sommerpause wurden die Erfolge der Koalition dadurch überlagert“, sagte Klingbeil.Das Verhältnis von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und ihm sei gleichwohl „vertrauensvoll“, sagte der Finanzminister. Zum Start der Koalition betonte er: „Wir hatten keine 100-Tage-Schonfrist, es waren wahrscheinlich noch nicht mal drei Tage.“Für den Herbst ist Klingbeil verhalten optimistisch: „Ich will, dass diese Koalition gelingt. Dafür tragen wir alle gemeinsam Verantwortung.“ Klingbeil betonte: „Die Menschen wollen, dass wir Lösungen finden, daran müssen wir arbeiten“. Von der Zerstrittenheit der Vorgängerregierung aus SPD, Grünen und FDP sei die schwarz-rote Regierung „sehr weit entfernt“.AFP/jho
Bilanz nach 100 Tagen Regierung: Klingbeil warnt Union nach Richterwahl-Eklat – „Absprachen müssen gelten“ - WELT
SPD-Chef Lars Klingbeil hat nach 100 Tagen schwarz-roter Regierung eine gemischte Bilanz gezogen. Die Erfolge der Koalition seien durch den Konflikt um die Wahl der Verfassungsrichterin Brosius-Gersdorf überlagert worden, sagte Klingbeil.













