PfadnavigationHomeSportFußballBundesligaChristian Streich„Ich habe mich manchmal isoliert und leer gefühlt“Veröffentlicht am 07.08.2025Lesedauer: 2 MinutenNachdenklich: Christian StreichQuelle: Hendrik Schmidt/dpaGut ein Jahr ist es her, dass Christian Streich als Trainer des SC Freiburg seinen Abschied gab. Jetzt spricht der 60-Jährige über den schwierigen Start ins Leben nach dem Profifußball und ob er noch einmal dorthin zurückkehren wird. Mit seinen Freiburgern fiebert er weiter mit.Kult-Trainer Christian Streich ist die Umstellung auf einen Alltag ohne Profifußball durchaus schwergefallen. Nach seinem Abschied vom SC Freiburg im Sommer 2024 habe er mit einem Freund zunächst eine Reise mit dem Fahrrad gemacht, sagte der 60-Jährige im Interview der „Badischen Zeitung“. „Danach kam der Alltag, und meine gewohnten Arbeitsabläufe gab es nicht mehr. Da habe ich mich manchmal isoliert oder leer gefühlt.“ Es sei für ihn mental „zunehmend schwieriger“ geworden, berichtete der langjährige Trainer des badischen Bundesligisten. Die feste Struktur, die ihm der Spitzensport vorgegeben hatte, war plötzlich weggefallen. „Ich habe all die Jahre von Montag bis Sonntag immer gewusst, wo ich hingehöre. Der alltägliche Ablauf war vorgegeben. Jetzt war alles anders.“ Lesen Sie auchFamilie, Freunde und Vertraute hätten ihn aber sehr unterstützt. „Gemeinsam haben wir daran gearbeitet, die neuen Möglichkeiten und Freiheiten zu erkennen und sie umzusetzen.“Streich lässt Rückkehr in den Profifußball offenOb Streich, der fast drei Jahrzehnte lang für den SC arbeitete und mehr als zwölf Jahre die Freiburger Profis trainierte, in den Profifußball zurückkehren wird? „Ich weiß es nicht“, sagte der gebürtige Südbadener. „Momentan beschäftigen mich Dinge, die für mich neu sind und mir Spaß machen. Ich selbst bin gespannt, wo mich die Reise hinführt.“ Aktuell wolle er „nicht zu viel in die Öffentlichkeit“, sagte Streich zudem. Seit seinem Abschied vom SC trat der 60-Jährige bisher nur selten öffentlich auf, war stattdessen viel auf Reisen.Lesen Sie auchDie Spiele der Freiburger verfolgt Streich weiterhin – bisher allerdings nicht im Stadion, sondern lieber zu Hause am Fernseher. Die Partien des SC nehme er weiter anders wahr als andere. „Weil ich jetzt noch die meisten Spieler sehr gut kenne. Jeden Schritt, jedes Verhalten“, erklärte er. „Und weil es mein Lieblingsverein ist.“dpa/mel