PfadnavigationHomeRegionalesHamburgJan Delay„Jeder Song von mir ist gegen die AfD“Veröffentlicht am 07.08.2025Lesedauer: 2 MinutenAuf der Bühne gibt er stets den Chefstyler: Der Hamburger Musiker Jan DelayQuelle: Christian Charisius/dpaEr rappt gegen Hass, liebt den Widerstand – und sieht in jeder Zeile ein Statement gegen Rechts. Warum Jan Delay überzeugt ist, dass selbst seine Lovesongs Anti-AfD-Hymnen sind.In seinen Liedern wettert er gegen die Macht großer Konzerne, hackt auf deutschen Verklemmtheiten herum, und bei so manchem Fatih Akin Film sorgt er für den richtigen Groove. Hinter seinen Beats und Liedzeilen, Refrains steckt oft mehr als nur Unterhaltung. Seine Songs sollen Botschaften transportieren, die sich gegen Intoleranz, Ausgrenzung und politische Gleichgültigkeit richten. Die Rede ist vom Hamburger Rapper Jan Delay. Und so müsse er nicht extra einen Anti-AfD-Song schreiben, um seine klare Haltung gegen rechts zu zeigen, sagt er. „Ich glaube einfach, jeder Song, den ich je geschrieben habe, ist ein klassischer Anti-AfD-Song“, sagte der Hamburger der Deutschen Presse-Agentur. Denn alle seine Lieder spiegelten ja eine gewisse Haltung und sein Weltbild wider und das sei das absolute Gegenteil von dem der AfD. Lesen Sie auch„Und deshalb ist quasi jeder Song - auch wenn ich von Liebe singe, gerade wenn ich von Liebe singe - ein Anti-AfD-Song, weil es in der AfD ohnehin keine Liebe gibt.“ Gerade Liebe sei ja auch etwas Hochpolitisches. „Denn, wenn wir mehr Liebe in der Politik hätten, dann hätten wir diese ganzen Probleme nicht, die wir haben.“ Im Grunde würden deshalb sogar sehr viele Leute klassische Anti-AfD-Songs machen, ohne es zu wissen. „Und das ist auch gut so.“Im Anzug tanzt es sich besserSeinen ersten Durchbruch als Solokünstler hatte Jan Delay mit dem Album „Mercedes-Dance“ im Jahr 2006, das Platz 1 der deutschen Charts erreichte und mit Dreifach-Gold ausgezeichnet wurde. Zuvor hatte er in den 90er-Jahren mit der Hip-Hop-Band Beginner einen Meilenstein gelegt. Ihr Album „Bambule“ (1998) hielt sich über ein Jahr in den deutschen Charts. Der Name ist eine in Anspielung auf den gleichnamigen Bauwagenplatz Karolinenviertel in Hamburg, der ein Symbol für sozialen Protest geworden ist. Seine markanten Anzüge auf der Bühne trägt er nicht nur aus Stilgründen, sondern auch aus ganz praktischen Überlegungen. In einem Interview sagte er sinngemäß: „Ich habe rausgefunden, dass Anzug und Lederschuhe tausendmal leichter, tanzaffiner und schweißabweisender sind als andere Klamotten.“ dpa/ee