PfadnavigationHomePolitikAuslandVorladung von US-KongressSein Name taucht in den Akten auf – Bill und Hillary Clinton müssen zu Jeffrey Epstein aussagenVeröffentlicht am 06.08.2025Lesedauer: 4 MinutenBill und Hillary Clinton, hier bei der Amtseinführung von Präsident Donald Trump 2025Quelle: picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Kenny HolstonMehrfach flog Ex-US-Präsident Bill Clinton im Privatflieger von Jeffrey Epstein. Wie eng die Clintons mit dem Sexualstraftäter waren, müssen sie nun offiziell erklären. US-Medien berichten derweil, welche Prominente Epstein noch zum Geburtstag gratulierten.In der Affäre um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sollen der frühere US-Präsident Bill Clinton und seine Frau, die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, aussagen. Ein von den Republikanern dominierter Ausschuss im US-Repräsentantenhaus kündigte am Dienstag eine Vorladung für die Clintons für Oktober an. US-Präsident Donald Trump hatte Bill Clinton unterstellt, er habe deutlich mehr mit Epstein zu tun gehabt als er selbst.Trump ist im Fall Epstein im eigenen Lager unter Druck geraten, weil seine Regierung nicht wie versprochen Licht in den Skandal gebracht hat. Epstein wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und an Prominente weitergereicht zu haben. Der Milliardär wurde 2019 erhängt in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden.Hillary Clinton soll nach dem Schreiben des Ausschussvorsitzenden James Comer am 9. Oktober aussagen, ihr 78 Jahre alter Mann Bill am 14. Oktober. Daneben lud Comer unter anderem den früheren FBI-Chef James Comey vor, den Sonderermittler Robert Mueller und frühere Justizminister wie Eric Holder. Die Aussagen werden ab dem 18. August bis Anfang Oktober erwartet. Zugleich wies Comer US-Justizministerin Pam Bondi an, am 19. August „Unterlagen im Zusammenhang mit Epstein“ vorzulegen. Clintons Name taucht öfter in den Akten des Falles Epstein aufSeine Hauptvorwürfe richtete der Ausschussvorsitzende Comer an Bill Clinton, der von 1993 bis 2001 Präsident war. In einem Brief Comers an Clinton hieß es, dieser sei nach eigener Aussage 2002 und 2003 viermal mit dem Privatflugzeug von Jeffrey Epstein geflogen. „Während einer dieser Reisen wurden Sie sogar dabei fotografiert, wie Sie eine „Massage“ von einem der Opfer von Herrn Epstein erhielten“, betonte Comer. Zudem gebe es Behauptungen, dass Clinton die Zeitschrift „Vanity Fair“ unter Druck gesetzt habe, keinen Bericht über Epsteins Vergehen zu veröffentlichen.Lesen Sie auchClintons Name tauchte wie der Trumps und zahlreicher anderer Politiker und Prominenter in früher veröffentlichten Akten zur Epstein-Affäre auf. Ein Fehlverhalten wurde bisher aber weder Clinton noch Trump vorgeworfen. Unter Trump hatte das US-Justizministerium Anfang Juli überraschend erklärt, es werde keine weiteren Akten zu Epstein veröffentlichen. Zuvor hatte es bei Trumps Anhängern Erwartungen geweckt, es gebe eine bisher geheime „Kundenliste“ Epsteins.Trump hat eingeräumt, vor langer Zeit eine persönliche Beziehung zu Epstein gehabt und mit ihm gesellschaftliche Veranstaltungen besucht zu haben, bestritt jedoch, etwas über dessen Sexhandelsaktivitäten gewusst zu haben.Auch Woody Allen lobt Epstein an dessen GeburtstagIm vergangenen Monat hatte das „Wall Street Journal“ mit einem Artikel eine neue Kontroversen über Trumps Beziehung zu Epstein ausgelöst. Darin hieß es, der Präsident habe Epstein einmal einen anzüglichen Geburtstagsbrief geschickt. Trump dementierte den Bericht und verklagte das Nachrichtenunternehmen. Angesichts des zunehmenden Drucks von Parteikollegen und Kritikern, die mehr Informationen über den Fall fordern, hatte das Justizministerium Bundesrichter in New York daraufhin gebeten, Unterlagen der Grand Jury im Zusammenhang mit Epstein und Maxwell freizugeben.Britische und US-Medien enthüllen derweil immer neue Details zu dem Netzwerk Jeffrey Epsteins. Der „Guardian“ veröffentlichte am Mittwoch unter Berufung auf eine Recherche der „New York Times“ eine erweitere Liste von Geburtstagsgratulanten, die Jeffrey Epstein zu seinem 63. Geburtstag im Jahr 2016 teils überschwängliche Glückwünsche sendeten. Unter den Gratulanten sind demnach auch Filmemacher Woody Allen, der frühere Israelische Ministerpräsident Ehud Barak, MAGA-Vordenker Steve Bannon und der Linguist Noam Chomsky. Woody Allen erinnerte sich laut den Zeitungen in seiner Gratulation wohlwollend an Epsteins Dinnerpartys in dessen Stadthaus in New York. Die Zusammenkünfte seien „immer interessant“ gewesen, so Allen. An den Partys hätten „Politiker, Wissenschaftler, Lehrer, Zauberer, Komiker, Intellektuelle, Journalisten“ und „sogar Mitglieder des Königshauses“ teilgenommen.Epstein sei ein guter Gastgeber gewesen, die Gäste seien bei den Abendessen vom Personal stets „gut bedient“ worden. Wörtlich zitiert die Zeitung Allen dann noch mit den Worten: „Ich sage gut bedient – oft von einem professionellen Hausmeister und ebenso oft von mehreren jungen Frauen“, die ihn an „Schloss Dracula erinnerten, wo Lugosi drei junge Vampirinnen hat, die das Haus betreuen.“dpa/Bloomberg/krott
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Mehrfach flog Ex-US-Präsident Bill Clinton im Privatflieger von Jeffrey Epstein. Wie eng die Clintons mit dem Sexualstraftäter waren, müssen sie nun offiziell erklären. US-Medien berichten derweil, welche Prominente Epstein noch zum Geburtstag gratulierten.







