Brüssel. Die Europäische Union (EU) hat sich ein klares Ziel gesetzt: Sie will die Flut von Päckchen aus China eindämmen. Doch bisher tritt das Gegenteil ein. Die Zahl der Kleinsendungen von Plattformen wie Temu
, Shein und Aliexpress
nimmt rasant zu. Nun erhöht die Bundesregierung den Druck und drängt auf strengere Maßnahmen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) kündigte am Montag bei einem Besuch in Washington an, die Bundesregierung prüfe Änderungen an den europäischen Zollregeln. „Ein aktuelles Thema, das sowohl in Europa als auch in den USA eine Rolle spielt, ist, wie wir mit chinesischen Ramschwaren umgehen, die massenhaft die Märkte in den USA und Europa überfluten“, sagte Klingbeil nach einem Treffen mit US-Finanzminister Scott Bessent.
Als Vorbild nannte er die Vereinigten Staaten, die ihre Zollfreigrenze für Kleinsendungen bereits abgeschafft haben. Die EU will diesen Schritt erst in drei Jahren gehen, weil sie eine Überlastung der Zollämter befürchtet. Stattdessen will Europa zunächst eine pauschale Päckchengebühr von zwei Euro einführen. Von normalen Zöllen sollen die Kleinsendungen aber noch mindestens bis 2028 ausgenommen bleiben.







