Wie muss ein Tier aussehen, damit man Mitleid mit ihm hat? Braucht es ein flauschiges Fell? Einen unschuldigen Blick? Die Antwort der Wissenschaft: Auch bei Tieren greift das Kindchenschema, jener evolutionäre Mechanismus, der 1943 durch den Verhaltensforscher Konrad Lorenz entdeckt wurde. Demnach verhält man sich instinktiv fürsorglich gegenüber einem Lebewesen, wenn dessen Kopf im Verhältnis zum Körper groß ist und die Stirn sich vorwölbt, wenn es große, runde Augen, eine kleine Stupsnase, Pausbäckchen und ein zurückhaltendes Kinn hat. Außerdem von Vorteil: unbeholfene, tollpatschige Bewegungen. Das funktioniert so gut, dass Werbung und Social-Media-Strategen diese Schlüsselreize gezielt einsetzen, um schöne Gefühle zu wecken.
Sommer der Nacktschnecken: Kadaver mit Schleimspur
Das Regenwetter treibt die Nacktschnecken auf die Wege, vor ihren überfahrenen Exemplaren ekelt es einen besonders. Über selektives Mitleid.









