Mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij hat Karol Nawrocki bereits gesprochen, wenige Tage vor seinem Amtsantritt als neuer polnischer Präsident. Der politisch unerfahrene bisherige Leiter des Instituts für Nationales Gedenken war am 1. Juni gewählt worden, an diesem Mittwoch soll er sein Amt antreten. Er folgt auf Andrzej Duda, der zehn Jahre lang Präsident war.
Nawrockis Vorsprung gegenüber dem liberalen Warschauer Oberbürgermeister Rafał Trzaskowski war so knapp gewesen, dass kurzzeitig der Termin der Amtsübergabe gefährdet erschien. In einigen Lokalen waren Stimmen falsch ausgezählt worden, in der Mehrheit zum Nachteil Trzaskowkis. Letztlich hielt es aber auch die Regierung von Ministerpräsident Donald Tusks für besser, das Wahlergebnis nicht anzuzweifeln. Für diese wird das Regieren mit Nawrocki nun nicht leichter, eher noch schwerer.
Eines seiner Lieblingsthemen: ukrainische Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg
„Polen zuerst“ war einer von Nawrockis Wahlkampfslogans und den bekam auch Selenskij zu spüren. Polen werde die Ukraine im Kampf gegen Russland weiterhin unterstützen, versprach Nawrocki. Aber vor allem müsse die Ukraine jetzt endlich über ihre Verbrechen im Zweiten Weltkrieg reden.













