Der Steinkrebs und der Edelkrebs waren einst sehr häufig in Bayerns Bächen und Flüssen. „Es gibt Berichte, nach denen man sie in früheren Zeiten nach Hochwässern von den Bäumen schütteln konnte“, sagt Johannes Schnell. Der Biologe ist passionierter Angler und außerdem Leiter des Referats Gewässer- und Naturschutz beim Landesfischereiverband (LFV). Er gilt als profunder Kenner des Artenspektrums in den heimischen Gewässern.
„Außerdem gab es in einzelnen Regionen Regelungen, dass man Hausangestellten und Knechten nicht mehr als zweimal in der Woche Krebse zum Essen vorsetzen durfte“, sagt Schnell. „Und zwar, um sie bei Laune zu halten und ihnen Abwechslung auf dem Speisezettel zu bieten.“ Krebse waren demnach lange Zeit keine Delikatesse, sondern ein Allerweltsessen.
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