PfadnavigationHomePanoramaDebatte um Jeans-WerbungTrump lobt Sweeney für „HEISSESTE ANZEIGE“ – Aktie von American Eagle macht KurssprungVeröffentlicht am 05.08.2025Lesedauer: 3 Minuten„Woke ist etwas für Verlierer, Republikaner ist das, was man sein möchte“ – mit diesem Satz schaltet sich nun auch US-Präsident Donald Trump in die Kontroverse um die Jeans-Werbung von American Eagle ein.„Woke ist etwas für Verlierer, Republikaner ist das, was man sein möchte“ – so schaltet sich US-Präsident Donald Trump in die Debatte um die Jeans-Werbung von Schauspielerin Sydney Sweeney ein. American Eagle könnte auch finanziell von der Kampagne profitieren.Die Aktien von American Eagle Outfitters Inc. sind am Montag so stark wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr gestiegen, nachdem nun auch US-Präsident Donald Trump die Anzeigen des Unternehmens angepriesen hatte. Die Aktien kletterten um 25 Prozent. Trump erklärte in einem Social-Media-Beitrag, die jüngste Marketingkampagne von American Eagle mit der Schauspielerin Sydney Sweeney sei die „HEISSESTE Anzeige überhaupt“. Die Jeans von American Eagle würden quasi „aus den Regalen fliegen“, so Donald Trump auf seinem Dienst „Truth Social“. Zuvor war bekannt geworden, dass die 27-Jährige eine registrierte Republikanerin ist, auch darauf wies der Politiker in seinem Beitrag stolz hin: „Sydney Sweeney, eine eingetragene Republikanerin, hat die „HEISSESTE“ Anzeige, die es gibt. (...) Die Jeans gehen weg wie warme Semmeln.“Allerdings ist noch unklar, ob die Werbekampagne die Menschen tatsächlich zum Kauf der Kleidung des Unternehmens bewegt, denn über die neuesten Verkaufszahlen wurde bislang noch nichts bekannt. American Eagle hat derzeit wie so viele Textilhersteller in den USA mit Kaufzurückhaltung, aber auch den Folgen der Trump‘schen Zollerhöhungen zu kämpfen. „Sydney Sweeney hat großartige Jeans“, lautet der Slogan der Werbung, die großes Aufsehen in den sozialen Medien erregte. Der Slogan ist ein Wortspiel: Das englische Wort für Gene (genes) und das Wort Jeans klingen gleich. In einem Clip wird dieses Wortspiel ausgeführt: „Gene werden von den Eltern an ihre Nachkommen weitergegeben und bestimmen oft Merkmale wie Haarfarbe, Persönlichkeit und sogar Augenfarbe. Meine Jeans sind blau“, sagt die 27-Jährige dort. Boykott-Aufrufe in den sozialen MedienFür dieses Wortspiel, aber auch für die Art, wie sich die Schauspielerin in Szene setzt, wurde Sweeney von Internet-Usern kritisiert. „Vielleicht bin ich einfach zu woke. Aber eine blauäugige, blonde, weiße Frau zu nehmen und deine Kampagne darauf zu konzentrieren, dass sie perfekte Gene hat, fühlt sich seltsam an“, schrieb ein User zu dem Clip auf X. Lesen Sie auchAuf Instagram lautete ein Kommentar: „Solche Ideen (Eugenik) sind nicht cool. Boykottiert American Eagle.“Lesen Sie auchSweeney, die mit den Serien „The White Lotus“ und „Euphoria“ und auch im Kino („Wo die Lüge hinfällt“) Erfolge feierte, hat sich zu der Kontroverse bislang nicht zu Wort gemeldet, wohl aber die Firma selbst. Die Werbekampagne „Sydney Sweeney Has Great Jeans“ habe sich immer nur um Jeans gedreht, schrieb der Modekonzern auf Instagram. „Ihre Jeans. Ihre Geschichte. Wir werden damit fortfahren zu feiern, wie jeder seine AE Jeans mit Selbstvertrauen auf seine Weise trägt. Großartige Jeans stehen jedem gut.“Analysten zufolge wird sich ein eventueller Verkaufserfolg von American Eagle allerdings erst in der wichtigen Schulanfangssaison zeigen, in der die Verbraucher beginnen, sich mit Jeans und anderen Herbstartikeln einzudecken. Die Unterstützung des US-Präsidenten hat die Firma jedenfalls. Trump schloss seine Ausführungen auf Truth Social – nach Seitenhieben auf die den Demokraten nahestehende Sängerin Taylor Swift und die Marke Jaguar, deren letzter, ebenfalls als „woke“ empfundener Werbespot Spott und Hohn kassierte – mit dem Satz: „Das Blatt hat sich ernsthaft gewendet – WOKE ist etwas für Verlierer, Republikaner ist das, was man sein möchte.“Im Netz kursierten derweil zahlreiche Memes, in denen der Streit um die von Kritikern als „rassistisch“ empfundene Kampagne auf die Schippe nehmen. Per KI wurde unter anderem Trump per Fotomontage selbst in ein Jeans-Outfit gesteckt, andere komponierten ganze Filme oder Songs, in denen die Schauspielerin für die Kampagne gefeiert wurde. krott mit Bloomberg und dpa