PfadnavigationHomePanoramaIn zwei Kilometern HöheVogel kracht in Flugzeugnase – Airbus mit 182 Passagieren muss notlandenVeröffentlicht am 04.08.2025Lesedauer: 3 MinutenDer Airbus nach der Kollision mit dem VogelQuelle: Iván Castro Palacios/ivancp24/X/Screenshot WELTKurz nach dem Start in Madrid schlägt ein großer Vogel in zwei Kilometern Höhe in einen Airbus ein. Ein Triebwerk wird beschädigt, die Kabine füllt sich mit Rauch. 182 Passagiere durchleben bis zur Notlandung bange Minuten.Schreckmoment für die Passagiere eines Iberia-Flugs von Madrid nach Paris: Die Kollision mit einem großen Vogel zwang die Maschine wenige Minuten nach dem Start zur Rückkehr zum Flughafen Adolfo Suárez, wie die spanische Fluglinie mitteilte. Nach Medienberichten waren 182 Passagiere an Bord. Sie waren laut Iberia zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Medienberichte, wonach es sich beim Vogel um einen Geier handelte, bestätigte Iberia nicht.Der Zwischenfall ereignete sich am Sonntagnachmittag. Die Maschine vom brandneuen Typ Airbus A321XLR, die nach Auslieferung Anfang Juli erst seit wenigen Wochen im Einsatz war, wurde nach Angaben der Fluggesellschaft unmittelbar nach Beginn des Steigfluges kurz nach 16 Uhr im vorderen Bereich sowie an einem der Triebwerke getroffen und beschädigt. Der Zwischenfall ereignete sich demnach in etwa 7000 Fuß (ca. 2,13 Kilometer) Höhe über dem Flughafen Madrid. Der Vogel traf zunächst die Nase des Flugzeugs, in der sich das Wetterradar befindet, und wurde dann offenbar vom linken Triebwerk eingesaugt.Lesen Sie auchDie Crew habe gemäß den geltenden Sicherheitsprotokollen umgehend gehandelt und eine sichere Rückkehr eingeleitet, betonte Iberia. Trotzdem machten einige Passagiere während der Sicherheitslandung bange Momente durch, wie ein Video zeigt, das einer der Fluggäste, der Musiker Giancarlo Sandoval, in den sozialen Netzwerken veröffentlichte.Das Video wurde nach weniger als einem Tag allein auf X rund zweieinhalb Millionen Mal angeklickt. „Wir mussten alle unsere Masken abnehmen, weil sich die Kabine mit Rauch füllte und wir nicht atmen konnten“, sagte er der spanischen Zeitung „El Mundo“. Die Stimmung im Flugzeug sei sehr angespannt gewesen. Aufnahmen zeigen die Maschine nach der Landung mit massiven Schäden an der Nase. Die Radarkuppel wurde laut der englischen Fachzeitschrift „Aviation Herald“ beschädigt, das linke Triebwerk erlitt einen Schaden an den Lüfterblättern. Das Flugzeug wurde demnach etwa 25 Minuten nach der Landung von der Startbahn geschleppt.Vogelschläge sind alles andere als seltenSolche Vogelschläge seien im Luftraum relativ häufig, betonte der Madrider Fluglotse Juan Gómez im Interview des TV-Senders RTVE. Nicht immer handele es sich um Kollisionen mit großen Vögeln wie in diesem Fall. Der Aufprall sei aber weniger schwer gewesen, „als es auf Bildern erscheinen mag“, erklärte Gómez. „Der vordere Teil von Flugzeugen besteht immer aus sehr leichtem Material, weil sich dort ein Wetterradar befindet, mit dem festgestellt werden kann, ob Unwetter drohen.“Lesen Sie auchDas spanische Fachportal „Aviacionline“ schrieb: „Vögel stellen ein bekanntes und kontrolliertes Risiko in der Luftfahrtindustrie dar. Flughäfen setzen verschiedene Maßnahmen zur Kontrolle der Tierwelt ein, um ihre Präsenz in der Nähe der Start- und Landebahnen zu verringern. Dennoch lassen sich Kollisionen nicht vollständig vermeiden.“Die Zulassung von Strahltriebwerken, so das Portal, umfasse „strenge Tests zur Vogelaufnahme, um sicherzustellen, dass selbst im Falle eines Ausfalls das Triebwerk sicher abgeschaltet werden kann – ohne die strukturelle Integrität des Flügels oder des Flugzeugs zu gefährden“.Bei dem A321XLR handelt es sich um das neueste Modell der A320NEO-Familie. Das Flugzeug hat eine Reichweite von bis zu 8700 Kilometern und wurde erst vor wenigen Wochen ausgeliefert.dpa/saha
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Kurz nach dem Start in Madrid schlägt ein großer Vogel in zwei Kilometern Höhe in einen Airbus ein. Ein Triebwerk wird beschädigt, die Kabine füllt sich mit Rauch. 182 Passagiere durchleben bis zur Notlandung bange Minuten.








